Zusammen stärker

energis und KEW rücken weiter zusammen

Das saarländische Queerverbundunternehmen energis hat seine Beteiligung an der Neunkirchner KEW AG aufgestockt. Damit sollen weitere Synergien erzielt werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die energis GmbH hat jetzt ihre Anteile an der KEW Kommunale Energie- und Wasserversorgung AG Neunkirchen von zehn auf 28,5 Prozent erhöht. Im Gegenzug beteiligt sich die KEW mit 7,7 Prozent an der energis. Damit halten die VSE AG künftig 64,2, die Saar Ferngas AG 24,4 und die RAG Saarberg AG 3,7 Prozent am regionalen Querverbundunternehmen energis.

Die KEW AG ist eines der größten kommunalen Querverbundunternehmen im Saarland und bietet vorrangig Dienstleistungen in den Bereichen Strom, Erdgas, Fernwärme und Trinkwasser in der Kreisstadt Neunkirchen und den Gemeinden Schiffweiler und Spiesen-Elversberg an. Die Stromabgabe belief sich im Jahr 2000 auf etwa 554 Millionen Kilowattstunden. Neben der energis halten künftig die Kreisstadt Neunkirchen über die Verkehrs- und Energiebeteiligungsgesellschaft 50,01, die Gemeinde Spiesen-Elversberg 12,51 und die Gemeinde Schiffweiler 8,92 Prozent Anteile an der KEW. Das regionale Querverbundunternehmen energis ist in der örtlichen Strom- und Erdgasversorgung im Saarland tätig. Durch die Übernahme von SaarWasser ist energis mittlerweile der größte Wasserversorger im Land. energis versorgt fast 210 000 Kunden mit Strom und etwa 35 000 Kunden mit Erdgas. Außerdem ist energis an 25 saarländischen Versorgungsunternehmen beteiligt.

Synergien lassen sich in vielen Bereichen nutzen. Es ist angestrebt, Einkaufsaktivitäten zu bündeln sowohl beim Material als auch bei Strom und Erdgas. Vorteile sehen die Partner zudem bei der Schaffung einheitlicher EDV-Systeme, die gemeinsam genutzt und weiterentwickelt werden können, im Strombereich, z.B. beim Netzmanagement, im kaufmännischen Bereich, z.B. bei der Rechnungslegung oder Fuhrparkverwaltung, oder bei der Personalabrechnung und -entwicklung.