Zu restriktiv

Energiewirtschaft lehnt Verlängerung der Strompreiskontrolle ab

"Die Fortführung der Strompreisgenehmigung durch die Länderministerien würde den Wettbewerb im Strommarkt nicht beleben, sondern bremsen." Das erklärte VDEW-Chef Eberhard Meller heute in Berlin zu Forderungen nach einer Verlängerung der Genehmigungspraxis ab Mitte 2007.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die Energiewirtschaft lehnt eine Kontrolle der Strompreise durch die Bundesländer über einen längeren Zeitraum als bisher vorgesehen ab. "Die Fortführung der Strompreisgenehmigung durch die Länderministerien würde den Wettbewerb im Strommarkt nicht beleben, sondern bremsen", warnte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft, Eberhard Meller, heute in Berlin.

Die Kontrolle soll Mitte kommenden Jahres auslaufen, doch gibt es Forderungen aus der Politik und von Verbraucherverbänden nach einer Verlängerung des Kontrollauftrags. Restriktive Preisgenehmigungen würden den Wettbewerb außer Kraft setzen und letztlich zu Einheitspreisen führen, lautete hingegen Mellers Argumentation. Den Kunden würde damit der Anreiz genommen, sich am Wettbewerb zu beteiligen.

"Mit einer Fortführung der staatlichen Preisgenehmigung wären die rund 900 Stromanbieter in Deutschland dem Risiko ausgesetzt, noch nicht einmal ihre Beschaffungskosten erwirtschaften zu können", erklärte Meller weiter. Das würde vor allem für kleinere Unternehmen das Aus bedeuten.