Energiewirtschaft im Umbruch

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Auf dem 14. Pesag Energieforum am 4. Februar 2000 hielt Dr. Walter Hohlefelder, Vorstandsmitglied der PreussenElektra vor Vertretern aus Kommunen, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft einen Vortrag über den Umbruch der Energiewirtschaft.


Seit Inkrafttreten des neuen Energiewirtschaftsgesetz vor fast zwei Jahren habe sich die Energielandschaft radikal gewandelt. Im Bereich Energieerzeugung finde ein intensiver Wettbewerb statt und die Situation in Europa sei durch Überkapazität gekennzeichnet, so Dr. Hohlefelder einleitend.


Der Stromvertrieb sei durch einen starken Preisverfall gekennzeichnet, führte Vorstandsmitglied Hohlefelder weiter aus. Neue Marktteilnehmer, aber auch deutsche Verbundteilnehmer lieferten sich einen heftigen Preiskampf. Trotz des enormen Wettbewerbs hätten dagegen im Segment der Haushaltskunden bislang nicht mehr als 1 Prozent der Verbraucher tatsächlich zu einem neuen Anbieter gewechselt.


Auf die einzelnen deutschen Energieversorgungsunternehmen blieben diese dramatischen Umbrüche nicht ohne Auswirkung. Vier Blöcke zeichneten sich bereits ab: neben Veba und Viag (PreussenElektra/Bayernwerk) strebten auch REW und VEW eine Fusion an. Den dritten Block bilde HEW und der schwedische Stromkonzern Vattenfall. Die französische EdF wolle sich an EnBW beteiligen. Der Trend gehe hin zum europäischen Multi-Utility, also einem Unternehmen, das neben Strom auch andere Produkte wie Gas, Wärme und Wasser anbiete, urteilte Walter Hohlefelder abschließend.