Studie

Energiewende durch Einsparungen bei Öl & Co. zu finanzieren

Erneuerbare Energien könnten bis 2050 einer Studie zufolge 80 Prozent des weltweiten Energiebedarfs decken. Dabei könnten die Einsparungen für den Import fossiler Energieträger wie Öl, Kohle und Gas den Umbau komplett finanzieren, so eine neue Studie, die am Montag vorgestellt wurde.

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Berlin (afp/red) - Das erklärten Greenpeace und der Europäische Dachverband der Industrie für Erneuerbare Energien (EREC) am Montag. Die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellte Studie liefert demnach ein Konzept, wie die Versorgung dem steigenden weltweiten Energieverbrauch angepasst werden kann, ohne den Klimaschutz zu gefährden.

Der DLR-Studie zufolge könnten bis 2050 95 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien stammen. Durch den Umbau würden demnach die Brennstoffkosten für Öl, Kohle und Gas allein bis 2030 um fast fünf Billionen Euro sinken. Daraus könnten laut Studie die Mehrkosten für den Umbau der Energieversorgung finanziert werden. Auf diese Weise könnte der Umsatz der Branche demnach von derzeit 80 Milliarden Euro auf über 480 Milliarden Euro steigen und die Zahl der Arbeitsplätze von derzeit zwei auf 8,5 Millionen steigen - eine Million davon in Deutschland.

Greenpeace forderte die Regierungen auf, "in den notwendigen Umbau der Energieversorgung zu investieren, anstatt in umweltschädliche und gefährliche Energiequellen wie Öl, Kohle oder Atomkraft". Politik und Unternehmen sollten Geld "in Menschen und Arbeitsplätze investieren statt in Brennstoffe". Der Dachverband EREC betonte, die Umstellung der Energieversorgung sei "keine Frage der Technik, sondern des politischen Willens".