Umfrage

Energiewende darf 10 Euro im Monat kosten

Die meisten Bundesbürger plädieren für einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie. Einig ist man sich größtenteils auch über die Kosten, die den Verbrauchern dafür auferlegt werden dürfen: maximal 10 Euro pro Monat darf die Energiewende kosten. Nur rund dreißig Prozent würden eine höhere Kostensteigerung in Kauf nehmen.

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Hamburg (afp/red) - Mehr als zehn Euro im Monat darf er nicht kosten, der Ausstieg aus der Atomenergie. Dieser Meinung ist zumindest die Mehrheit der Bundesbürger. In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Magazins "Stern" nannten 60 Prozent der Deutschen, auf die Frage, wieviel sie für atomfreien Strom zusätzlich zahlen würden, einen Betrag bis zu höchstens zehn Euro monatlich.

Einige würden bis zu 100 Euro mehr zahlen

20 Prozent wären bereit, monatlich bis zu 30 Euro mehr für Strom zu zahlen, wenn dieser dafür nicht mehr aus Atomkraft stammt. Sechs Prozent hielten sogar eine Steigerung um monatlich bis zu 50 Euro für den Atomausstieg akzeptabel, nur ein Prozent der Befragten würde für die angestrebte Energiewende sogar Mehrkosten von bis zu 100 Euro in Kauf nehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima einen schnelleren Ausstieg aus der Atomkraft in Aussicht gestellt.

Schneller Ausstieg soll 4-5 Cent pro kWh kosten

Nach einer am Wochenende bekannt gewordenen Studie im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) könnten die Mehrkosten dieser Energiewende für einen Durchschnittshaushalt 137 Euro jährlich betragen (11,42 Euro pro Monat). Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) rechnet mit vier bis fünf Cent Mehrkosten pro Kilowattstunde - bezogen auf den Durchschnittshaushalt würden die Stromkosten somit monatlich um 13,50 Euro steigen.