Höhere Strompreise

Energiewende belastet Ostdeutsche besonders stark

Ostdeutsche Verbraucher sind durch die Energiewende besonders stark belastet: In den neuen Ländern steigt der Strompreis im nächsten Jahr nach Berechnungen des Verbraucherportals Verivox um elf Prozent, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung" (Samstagsausgabe). In Westdeutschland liege der Anstieg bei acht Prozent.

Stromrechnung© Eisenhans / Fotolia.com

Halle (dapd/red) - Ohnehin sei der Strom im Osten teurer. In den neuen Ländern muss ein Vier-Personen-Haushalt im Jahr den Angaben zufolge durchschnittlich 1.234 Euro zahlen, in den alten Ländern sind es 73 Euro weniger. Der Grund: Die ostdeutschen Länder haben einen erheblich höheren Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung.

Manche Kosten werden regional umgelegt

Während die Ökostromumlage bundesweit alle Stromverbraucher in gleicher Höhe bezahlen, werden die Kosten des Stromtrassenausbaus aber regional umgelegt. Zudem ist die Bevölkerungsdichte im Osten geringer. Das heißt, die anfallenden Kosten werden auf weniger Verbraucher verteilt.

Preissteigerungen mit Anbieterwechsel begegnen

Angesichts der steigenden Strompreise raten Politiker und Verbraucherschützer, vom Umweltminister bis hin zum Bundeskartellamt, zu einem Wechsel des Anbieters. Das betrifft insbesondere jene Kunden, die noch beim örtlichen Grundversorger sind und noch nie ihren Anbieter gewechselt haben. Dort liegen die höchsten Sparpotenziale.