Experiment

Energiewald für CO2-neutrale Strom- und Wärmeversorgung

In Augsburg wird derzeit ein Energiewald mit 20.000 Bäumchen gepflanzt, um in sieben bis acht Jahren das Holz zu ernten und in einem Biomasse-Heizkraftwerk CO2-neutral zu verfeuern. Das Projekt ist als Experiment zu verstehen, denn der Erfolg ist noch nicht absehbar.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Augsburg (red) – Bei Augsburg hat die örtliche Forstwirtschaft mit den Stadtwerken begonnen einen 3 ha große Fläche zu bepflanzen. Die 20.000 Bäumchen, schnellwachsende Pappeln und Weiden, sollen in sieben oder acht Jahren zu 30 Tonnen Hackschnitzel verarbeitet werden und in einem Biomasse-Heizkraftwerk verwertet werden.

Wachstum kann nicht garantiert werden

Das Projekt ist bisher das erste dieser Art und bleibt vorerst auch nur ein Experiment. Denn die Bäume werden in einem Trinkwassergebiet stehen und dürfen daher nicht gedüngt werden. Ob die Bäume sich gut genug entfalten werden, um die 30 Tonnen auf die Waage zu bringen, ist nicht sicher und kann daher von außen auch kaum beeinflusst werden.

Energiewälder für klimatechnisch neutrale Versorgung

Der "Energiewald" kann in sieben bis acht Jahren, wenn das Projekt Erfolg mit den 30 Tonnen hat, elf Haushalte ein Jahr lang mit Strom und 30 mit Wärme versorgen. Die Verbrennung des Holzes wird nicht mehr CO2 freisetzen, als vorher von den Bäumen aufgenommen wurde, also werden die Haushalte klimatechnisch neutral beheizt oder mit Strom versorgt.