Strom-News
Einheitliche LadestationenAngesichts der Krise in der Automobilindustrie arbeiten Autohersteller und Energieversorger in Europa mit Hochdruck an einheitlichen Ladestationen für Elektroautos. Einige Autokonzerne und Energieversorger haben bereits Pilotprojekte gestartet. Umweltschützer kritisieren, dass Elektroautos genauso umweltschädlich wie herkömmliche Autos seien.
Essen (afp/sm) - Schon im April solle geklärt sein, wie Stecker, Zapfsäulen und Anschlussbuchsen gestaltet sein sollen, um Elektroautos überall laden zu können, bestätigte ein Sprecher des RWE-Konzerns am Mittwoch einen Bericht des "Handelsblatt". Die normale Steckdose zuhause werde für das Tanken eines Elektroautos nicht ausreichen. RWE geht davon aus, dass bis 2020 rund 2,5 Millionen Elektroautos allein auf Deutschlands Straßen unterwegs sein werden.
An gemeinsamen Standards für eine schnelle und flächendeckende Einführung von Elektroautos arbeiten nach Angaben des RWE-Sprechers die Autokonzerne VW, Daimler, BMW, Ford, General Motors, PSA Peugeot Citroën, Fiat, Toyota, Mitsubishi und die großen westeuropäische Energiekonzerne E.ON, EnBW, Vattenfall, Electricité de France, Npower in Großbritannien, Endesa in Spanien und Enel in Italien. Auch osteuropäischen Konzernen stehe die Mitarbeit an dem Projekt offen, sagte der Sprecher.
RWE und Daimler hatten im September einen Pilotversuch mit Elektroautos in Berlin gestartet. BMW kooperiert auf dem Gebiet mit Vattenfall und E.ON, Volkswagen ebenfalls mit E.ON.
Die Autoindustrie setzt große Erwartungen an das Elektroauto als klimafreundliche Energie. Umweltschützer kritisieren dagegen, Elektroautos seien ähnlich umweltschädlich wie herkömmliche Autos. Die Emissionen entstünden bei der Stromherstellung statt bei der Verbrennung im Motor. Sie fordern daher, der Strom für Elektroautos müssen komplett aus erneuerbaren Energien stammen.
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Weniger als zwei Drittel der europäischen Verbraucher sind mit ihrem Energieversorger zufrieden. Dies zeigt der zweite EU-Jahresbericht "Verbraucherbarometer" der Europäischen Kommission. Diese will nun den EU-weiten Strommarkt noch in diesem Jahr unter die Lupe nehmen.
Die Bundesregierung will die Entwicklung von Elektroautos in den nächsten Jahren vorantreiben. Die Ministerien für Verkehr, Umwelt, Wirtschaft und Forschung kündigten einen auf zehn Jahre angelegten Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität an, der in Kürze dem Bundeskabinett vorgelegt werden soll.
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