Vertriebsgebiet erweitern

Energieversorger enviaM will durch Gasgeschäft weiter wachsen

enviaM weitert sein Gasgeschäft aus. Ab 1. Mai könnten auch Privatkunden in Leipzig, Olbernhau, Schneeberg, Weißwasser und Werdau, im brandenburgischen Cottbus sowie in Sangerhausen und Wittenberg in Sachsen-Anhalt ihr Gas von dem regionalen Energieversorger beziehen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Chemnitz (ddp-lth/sm) - Dies kündigte der Vorstandsvorsitzende Carl-Ernst Giesting heute auf der Hauptversammlung der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) an. Vom Ausbau des Gasgeschäftes in allen Segmenten verspreche sich das Unternehmen einen Wachstumsschub. Seit dem Einstieg Ende 2007 in Südsachsen sei bis März bereits ein Marktanteil von zwei Prozent erreicht worden.

Nach Angaben von Giesting wird die envia Verteilnetz GmbH in diesem Jahr mehr als 90 Millionen Euro investieren. So sollen neue Umspannwerke nahe dem Flughafen Halle/Leipzig, in Freiberg und Merseburg gebaut sowie Hochspannungsleitungen in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt erneuert werden.

enviaM erzielte 2007 nach eigenen Angaben einen Jahresüberschuss von 99,3 Millionen Euro (2006: 72,1 Millionen Euro). Die Anteilseigner stimmten einer Dividendenausschüttung wie im Vorjahr von 40 Cent je Aktie zu. Reichlich ein Drittel der Ausschüttung entfällt auf mehr als 1000 Kommunen in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sie halten 37 Prozent der Unternehmensanteile. Der Rest liegt bei der RWE Energy AG, Dortmund.

Nach Giestings Angaben profitierten die Kommunen 2007 neben Dividendenzahlungen in Höhe von 36 Millionen Euro auch von 26 Millionen Euro Gewerbesteuern und 68 Millionen Euro Konzessionsangaben durch enviaM. Außerdem seien Aufträge für 176 Millionen Euro an lokale Lieferanten gegangen.