Energieverschwendung ist ein Weg in eine Sackgasse

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Die Arbeitsgruppe Energie der SPD-Bundestagsfraktion hat heute sich heute zur rot-grünen Energiepolitik geäußert. Darin stellt die Gruppe fest, dass die weltweite Energieverschwendung ein Weg in eine Sackgasse ist, an deren Ende unübersehbare zwischenstaatliche Verteilungskonflikte und Umweltkatastrophen drohen. Die Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern würde gegenwärtig besonders deutlich. Bereits kleinste Verschiebungen zwischen Angebot und Nachfrage ließen die Preise enorm steigen und beeinträchtigen Zahlungsbilanz, Wirtschaft und sozialen Frieden.


In dem Entschluss heißt es weiter: "Selbst wenn wir die Mineralölsteuer vollständig abschaffen würden: Der Preis für Öl wird sich genauso entwickeln wie der für jedes andere knappe Gut, das zur Neige geht. Er wird mittel- und langfristig deutlich steigen. Die höchsten Kostensteigerungen aber werden durch ein verändertes Klima erwartet. Wenn Teilen der Welt das Wasser in Zukunft wirklich bis zum Hals steht und wir in den Folgekosten des fossilen Energieverbrauchs durch den Klimawandel untergehen, wird uns die Bevölkerung zu recht fragen: Wenn ihr dies erkannt habt, warum habt ihr dann nicht früher gehandelt? Eine nachhaltige Energieversorgung erfordert einen Energiemix, der sich von der Verknappungssituation auf den Energiemärkten löst und den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch senkt."


"Wir bedauern die gegenwärtig angespannte Situation auf den Energiemärkten und die Folgen für Mieter, Pendler und Transportunternehmer. Wir unterstützen die soziale Flankierung des Ölpreisanstiegs durch die Einführung einer Entfernungspauschale und die Zahlung eines einmaligen Heizkostenzuschusses. Die hitzige Debatte um die Ökosteuer darf in ihren Folgen jedoch nicht zu einer Verschärfung des Treibhauseffektes führen. Wir fordern daher alle Politiker, Verbände und Bürger auf, zum sachlichen Gespräch über Energiefragen zurückzukehren, denn die Herausforderungen, vor denen wir stehen, brauchen unsere gemeinsame Kraft. Die gegenwärtige Ölpreisentwicklung sehen wir als Jahrhundertchance für einen Innovationsschub in Deutschland und eine Emanzipation von Ölimporten. Die Zeit ist reif für eine Energie- und Verkehrswende. Zentrale Elemente einer nachhaltigen Energieversorgung sind größere Energieeffizienz bei der Nutzung fossiler Energieträger, Energiesparen und die verstärkte Einführung erneuerbarer Energien. Wir dürfen uns nicht weiter in die totale Energieimportabhängigkeit begeben. Unser Primärenergiebedarf kann aus eigenen oder assoziierten Ressourcen innerhalb des europäischen Verbundes gedeckt werden. Die größten klimaverträglichen heimischen Energiequellen sind Sonne, Wind und Wasser. Dieses Potenzial müssen wir nutzen."