Zehn Euro

Energieverbraucher gründen Prozesskostenfonds

Für mehr Sicherheit bei der Durchsetzung der Verbraucherinteressen hat der Bund der Energieverbraucher einen Prozesskostenfonds gegründet, der einspringt, wenn Verbraucher von ihrem Versorger verklagt werden. Der Beitrag beträgt zehn Euro pro Jahr, der Verein hat schon 10 000 Euro eingezahlt.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Rheinbreitenbach (red) - Der Bund der Energieverbraucher hat ein Sonderkonto eingerichtet, um im Fall von Gerichtsverfahren oder einer drohenden Versorgungseinstellung den betroffenen Vereinsmitgliedern die Gerichts- und Anwaltskosten zu erstatten. Dieser Prozesskostenfonds übernimmt die notwendigen Gerichts- und Anwaltskosten, wenn ein Mitglied von seinem Versorger verklagt wird.

Voraussetzung ist eine - vom Bund der Energieverbraucher und den Verbraucherzentrale empfohlene - Kürzung der Strom- oder Gasrechnung und die Überweisung eines Beitrages von zehn Euro in den zwölf Monaten vor der Klage oder der Drohung auf Versorgungseinstellung. Zudem muss das Sonderkonto die entsprechende Deckung aufweisen.

"Der Prozesskostenfonds hat nicht den Charakter einer Rechtsschutzversicherung, sondern es handelt sich um eine vom Bund der Energieverbraucher für seine Mitglieder organisierte Solidargemeinschaft", teilten die Verbraucherschützer jetzt mit. Die Verbraucher sollen sich bei der Durchsetzung ihrer Interessen sicherer fühlen. Der Fonds beteiligt sich auch an Sachverständigenkosten entsprechend den verfügbaren Mitteln.

Und so geht's: Zehn Euro auf das Sonderkonto (Kontonummer: 105 813 772 / BLZ: 574 601 17 / VR Bank Neuwied) einzahlen oder per Einzugsermächtigung (Anruf: 02224-92270 / E-Mail: info@energieverbraucher.de) abbuchen lassen. Der "Beitrag" gilt dann für ein Jahr. Wenn Versorgungseinstellung mit konkreten Datum angedroht oder Zahlungsklage erhoben wird: Zusage über Deckung gemäß Stand des Sonderkontos beim Verein einholen. Und Anwalt beauftragen.

Als Grundlage hat der Bund der Energieverbraucher bereits 10 000 Euro auf das Sonderkonto eingezahlt.