15 Prozent

Energieverbraucher fordern Strompreissenkung in Thüringen

Der Bund der Energieverbraucher hat den Thüringer Energieversorger TEAG für seine Hochpreispolitik kritisiert. Die unberechtigten Gewinne wurden zum Nachteil der Verbraucher generiert, weshalb die Strompreise mit sofortiger Wirkung um mindestens 15 Prozent gesenkt werden sollten.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Rheinbreitenbach (red) - Der Bund der Energieverbraucher hat den Thüringer Energieversorger TEAG zu einer 15-prozentigen Senkung der Strompreise bis Januar 2005 aufgefordert.

In einem Schreiben an die E.ON-Tochter heißt es: "Als Gründe für die exorbitant hohen Strompreise Ihres Unternehmens werden die Überalterung und völlige Überdimensionierung Ihres Stromnetzes genannt. Obschon Sie keine nennenswerten Innovationen zu bieten haben, sind die Gewinne Ihres Unternehmens jedoch stetig gestiegen. Die vollkommen unberechtigt erlösten Gewinne zum Nachteil der privaten Haushalte in Thüringen, der mittelständischen Wirtschaft sowie des Wirtschaftsstandorts Thüringen insgesamt fließen zum überwiegenden Teil an Ihre Muttergesellschaft E.ON Energie AG München." Daher solle von der "Hochpreispolitik" Abstand genommen und Netznutzungsentgelte wie auch Strompreise um mindestens 15 Prozent gesenkt werden.

Gleichzeitig weisen die Verbraucherschützer erneut darauf hin, dass Kunden Energiepreiserhöhungen mit dem Hinweis auf Unbilligkeit nicht akzeptieren müssen. Musterbriefe wurden mehrfach im Internet veröffentlicht.