Energiebericht 2003

Energieverbrauch in Sachsen ging zurück

Aus dem vom sächsischen Wirtschaftsministerium jetzt veröffentlichten Energiebericht 2003 geht hervor, dass im Jahr 2002 etwa sechs Prozent des sächsischen Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammten. Wichtigster einheimischer Energieträger war die Braunkohle, die Kraftwerke Lippendorf und Boxberg wurden weiter modernisiert.

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Dresden (red) Sachsen verfügt über einen ausgewogenen Energiemix, der sich seit der Wiedervereinigung gesamtdeutschen Strukturen angeglichen hat. Nach dem vom Sächsischen Wirtschaftsministerium herausgegebenen "Energiebericht 2003" setzt sich der Endenergieverbrauch zu zwei Dritteln aus den Energieträgern Mineralöl, vorwiegend als Kraftsstoff im Verkehr, und Erdgas, vorwiegend zur Beheizung, zusammen.

Insgesamt wurden im Jahr 2002 11,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten verbraucht. Gegenüber dem Vorjahr sind das 4,4 Prozent weniger, obwohl das Bruttoinlandsprodukt mit 71,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben ist.

Wichtigster in Sachsen verfügbarer Energieträger war auch im Jahr 2003 die Braunkohle. Etwa 85 Prozent des in Sachsen erzeugten Stroms wird daraus gewonnen. Durch den Einsatz hochleistungsfähiger Umwelttechnik in den modernen Braunkohlekraftwerke Boxberg und Lippendorf konnten die Schadstoffemissionen seit Beginn der 90er Jahre um bis zu 95 Prozent verringert werden. Von der gesamten Bruttostromerzeugung in Sachsen werden zwei Drittel im Inland verbraucht und ein Drittel in andere Bundesländer exportiert.

Mit 1.127 Gigawattstunden im Jahr 2002 kamen sechs Prozent des sächsischen Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Den größten Anteil daran hatte die Windkraft mit 3,9 Prozent, gefolgt von der Wasserkraft (1,4 Prozent) sowie der Biomasse (0,7 Prozent) und Photovoltaik. Insgesamt konnte der Anteil der erneuerbaren Energien an der allgemeinen Stromversorgung im Jahr 2002 gegenüber dem Vorjahr um 31,6 Prozent gesteigert werden.