Techem-Studie

Energieverbrauch in 153 Großstädten: Heizölverbrauch auf Rekordtief

Das Frankfurter Unternehmen Techem, erfolgreich bei Erfassung, Verteilung und Abrechnung von Energie und Wasser, hat in einer Studie einen durchschnittlichen Heizölverbrauch von 16,47 Litern pro Quadratmeter festgestellt.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Heizölverbrauch in Deutschland hat 1999/2000 mit durchschnittlich 16,47 Liter pro Quadratmeter Wohnfläche ein neues Rekordtief erreicht. Gegenüber dem Vorjahr (17,80 Liter pro Quadratmeter) ging er aufgrund des milden Klimas noch einmal deutlich zurück. Die Zahlen stammen aus der Studie "Energiekennwerte" der Frankfurter Techem, nach eigenen Angaben europäischer Marktführer bei Erfassung, Verteilung und Abrechnung von Energie und Wasser. Basis der Städteanalyse sind knapp 25 000 Gebäude mit etwa 230 000 Wohnungen.

Die niedrigsten Werte hatten Dinslaken (13,37 Liter), Bamberg (13,74 Liter), Offenburg (13,89 Liter) und Unna (13,91 Liter), die höchsten Flensburg (20,92 Liter), Husum (20,84 Liter), Pirmasens (20,31 Liter) und Heide (20,07 Liter). Durchschnittsverbraucher sind Freising (16,35 Liter), Münster, Recklinghausen (beide 16,36 Liter), Mönchengladbach (16,43 Liter), Düsseldorf (16,47 Liter), Reutlingen (16,48 Liter), Wuppertal (16,50 Liter), Andernach, Witten (beide 16,52 Liter), Langenfeld, Marl (beide 16,53 Liter) und Frankfurt am Main (16,56 Liter).

In der 23-jährigen Betrachtungszeit hat sich der Verbrauch witterungsbereinigt um gut 30 Prozent reduziert. Die Gründe liegen laut Techem beim mittlerweile hoch entwickelten Energiebewusstsein der Bürger und bei Energiesparmaßnahmen der Gebäudeeigentümer. Allerdings sei in den letzten vier Jahren eine Stagnation zu beobachten. Möglicherweise bringe die geplante Energieeinsparverordnung neue Impulse. Ein Techem-Sprecher: "Potenziale für weitere Energiesparmaßnahmen sind vorhanden, wie die hohen Relationen von zwei zu eins zwischen Höchst- und Niedrigstverbräuchen zeigen".

Techem analysierte auch den Erdgasverbrauch. Die Durchschnittswerte lagen - ähnlich wie beim Heizöl - bei 171,46 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Niedrigstwerte hatte Rostock mit 118,26 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Höchstwerte wurden in Rendsburg mit 223,59 Kilowattstunden pro Quadratmeter verzeichnet.

Die 110-seitige Studie kostet 30 DM und kann per Fax: 069-30097611 oder per Mail: tmy@techem.de bestellt werden.