Mehr Erneuerbare

Energieverbrauch im ersten Quartal gestiegen

Der Energieverbrauch in Deutschland hat im ersten Quartal 2008 zugelegt. Dabei ist der Anteil von Kohle und Kernenergie am Primärenergiebedarf leicht zurückgegangen. Zuwächse verzeichneten dagegen Mineralöl, Erdgas sowie Erneuerbare, wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) mitteilt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Köln (red) - Der Verbrauch an Primärenergien stieg nach Berechnungen der AGEB infolge der gegenüber dem Vorjahreszeitraum kühleren Witterung und der konjunkturellen Entwicklung um knapp 3 Prozent.

Der Mineralölverbrauch stieg insgesamt um mehr als 5 Prozent an. Besonders kräftig um rund 25 Prozent fiel der Anstieg beim leichten Heizöl aus. Offenbar füllten viele Verbraucher zum Jahresbeginn in Erwartung weiter steigender Preise ihre Vorräte auf. Der Absatz von Dieselkraftstoff verzeichnete von Januar bis März ein Plus von 5 Prozent. Die übrigen Mineralölprodukte lagen dagegen im Minus.

Der Erdgasverbrauch erhöhte sich im ersten Quartal wegen der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich kühleren Witterung um etwas mehr als 7 Prozent.

Der Verbrauch an Kohlen und Kernkraft war im ersten Quartal leicht rückläufig. Der Absatz an Steinkohlen verringerte sich um gut ein Prozent infolge der geringeren Eisenerzeugung in Deutschland. Der Verbrauch an Braunkohlen nahm infolge niedrigerer Lieferungen an die Kraftwerke um 4,3 Prozent ab. Der Beitrag der Kernenergie zur Energiebilanz lag um 1,3 Prozent unter dem Beitrag des Vorjahres.

Die erneuerbaren Energien erhöhten ihren Beitrag zur Energiebilanz der ersten drei Monate insgesamt um knapp 6 Prozent. Während die Wasserkraft auf dem Niveau des Vorjahres verharrte, gab es einen Zuwachs bei der Windstromerzeugung von über 11 Prozent. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen weist daraufhin, dass sich der Vorjahreszeitraum durch eine sehr milde Witterung auszeichnete, und die vorliegenden Daten noch nicht für eine verlässliche Trendaussage genutzt werden können.