Mietrecht

Energieverbrauch hat Einfluss auf den Wohnwert

Der Energieverbrauch spielt bei der Bemessung der Miethöhe eine Rolle. So kann auch die Miete nicht nach oben angepasst werden, wenn der Energieverbrauch deutlich höher liegt als bei vergleichbaren Wohnungen. So entschied das Landgericht Berlin in einem bestimmten Fall.

Energiepreise© Kautz15 / Fotolia.com

Berlin (dpa/DAV/red) - Ein hoher Energieverbrauch einer Wohnung kann ein wohnwertminderndes Merkmal sein. In bestimmten Fällen können Mieter aus diesem Grund eine Mieterhöhung ablehnen. Das ergibt sich aus einer Entscheidung des Landgerichts Berlin (Az.: 65 S 527/13), auf die die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltverein (DAV) aufmerksam macht.

Energieverbrauch und Mietwertrichttabelle

In dem verhandelten Fall hatte der Vermieter von dem Mieter die Zustimmung zu einer Mieterhöhung verlangt. Das Gericht wies den Antrag zurück und stellte fest, dass bereits die bisher gezahlte Miete der ortsüblichen Höhe entspricht. Denn der Kennwert für den Energieverbrauch spielt bei der Einordnung der Wohnung zum Beispiel in die Mietwertrichttabelle durchaus eine Rolle. Im konkreten Fall lag der tatsächliche Energieverbrauch höher als für vergleichbare Wohnungen vorgesehen.

Quelle: DPA