Energiesparen

Energiespartipps: Großes Einsparpozential beim Heizen

Bei ständig steigenden Heizkosten wird Energiesparen immer wichtiger, um den eigenen Geldbeutel zu schonen. Bereits durch richtiges Heizen und Lüften sowie einige kostengünstige Maßnahmen kann ein Durchschnittshaushalt mit 4 Personen rund 800 Euro Heiz- und Stromkosten im Jahr sparen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) gibt einige Tipps, wie man am besten Energie sparen kann. Dazu gehört zuerst einmal die Wahl der richtigen Raumtemperatur. Diese liegt in Wohnräumen bei 19 bis 20 Grad uns sollte in der nacht um vier grad abgsenkt werden. Jedes Grad darüber erhöht die Heizkosten um etwa sechs Prozent. Beim Verlassen der Wohnung sollte die Heizung nur runtergeregelt, aber nicht komplett ausgeschaltet werden.

Lüften muss natürlich auch im Winter sein, aber sinnvoll! Beim Dauerlüften über gekippte Fenster geht viel Energie verloren. Besser mehrmals täglich Stoßlüften - im Winter 5-10 Minuten und dabei die Heizkörperventile schließen. Geschlossene Gardinen oder Rollläden schützen vor Wärmeverlusten in der Nacht.

Heizkörper regelmäßig überprüfen

Damit Heizkörper die Wärme frei an die Raumluft abgeben können, dürfen sie nicht durch Vorhänge oder Möbel verstellt werden. Eine zusätzliche Dämmung der Wand hinter dem Heizkörper ist in vielen Fällen sinnvoll.

Darüber hinaus können Heizkörper nicht optimal funktionieren, wenn sich Luft in ihnen angesammelt hat. Mit einem Entlüftungsschlüssel aus Baumarkt oder Fachhandel lässt sich der Heizkörper schnell entlüften.

Wenn Heizkörper "gluckern" oder Wärme ungleichmäßig abgeben, ist meist die Heizungsanlage falsch eingestellt. Der Einbau einer stärkeren Heizungspumpe oder eine Erhöhung der Vorlauftemperatur ist in solchen Fällen ein weit verbreitetes Mittel, führt aber zu einem höheren Energieverbrauch und steigenden Kosten. Besser: eine gründliche Heizungs-Überprüfung vom Fachmann. Mit einem sogenannten "hydraulischen Abgleich" sorgt er dafür, dass sich das Heizungswasser gleichmäßig verteilt und alle Räume bedarfsgerecht mit Wärme versorgt werden.

Weiter rät die dena, Thermostatventile einzusetzen. Die Ventile sorgen dafür, dass sich die Leistung der Heizkörper an der Raumtemperatur orientiert. Das verhindert ein Überheizen der Räume.

Großes Einsparpotenzial auch bei Elektrogeräten

Nicht nur bei der Heizung, sondern auch bei Elektrogeräten lässt sich Energie und damit Geld sparen. Wer bei Fernseher und Co. den Standby-Modus ausschaltet, kann bei einem Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde jährlich etwa 70 Euro einsparen. Mit einer schaltbaren Steckdosenleiste lassen sich Geräte, die nicht gebraucht werden, besonders leicht abschalten.

Wer Energiesparlampen nutzt, kann seine Stromkosten für Beleuchtung um bis zu 80 Prozent senken. Als Faustregel gilt: Ersetzt man eine 60 Watt Glühlampe durch eine 11 Watt Energiesparlampe - kann man über die gesamte Lebensdauer der Lampe 90 Euro Stromkosten einsparen. Obwohl Glühlampen im Vergleich deutlich billiger sind, erweisen sich Energiesparlampen aufgrund ihrer längeren Lebensdauer und ihres deutlich geringeren Stromverbrauchs auf lange Sicht als wesentlich günstiger.

Wer bereits bei der Anschaffung von Kühlschrank, Waschmaschine & Co. auf effiziente Geräte setzt, kann jährlich rund 70 Euro an Stromkosten einsparen. Denn je älter die eigenen Haushaltsgroßgeräte sind, desto höher ist der Stromverbrauch. So verbraucht beispielsweise ein neuer Kühlschrank im Vergleich zu älteren Modellen um bis zu 75 Prozent weniger Strom.