Budget schonen

Energiespartipp: Richtig Heizen und Lüften

Für die Raumheizung wird im Haushalt mit Abstand die meiste Energie benötigt. Richtiges Heizen und Lüften spart viel Energie und Geld. Der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) gibt dazu nützliche Tipps und Informationen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

München (red) - Etwa ein Drittel der Heizenergie geht durch undichte Fenster oder Türen sowie durch falsches Lüften verloren. Bis zu weiteren zwei Dritteln werden durch den Wärmeaustausch über die Außenwände eingebüßt, abhängig von der Bauweise und der Anzahl bzw. Fläche der Außenmauern.

Schon kleine, kaum spürbare Anpassungen machen sich bemerkbar: Die Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad, spart bis zu sechs Prozent der Heizkosten. Auch richtiges Lüften spart bare Münze. Stoßlüften, also für wenige Minuten alle Fenster öffnen, reicht aus, um wieder frische Luft in die Wohnung zu lassen, ohne die kostbare Wärme nach draußen zu blasen. Nicht vergessen: vorher die Heizkörper abdrehen! Am besten lüften Sie viermal am Tag für maximal fünf Minuten. Damit fördern Sie auch Ihre Gesundheit, denn zu warme Raumluft steigert die Anfälligkeit für Erkältungen. Für Wohn- und Kinderzimmer reichen 20-21 Grad Celsius, in der Küche 18-20 Grad Celsius, im Bad 23 Grad Celsius und im Schlafzimmer 16 Grad Celsius aus.

Drehen Sie nachts oder wenn Sie nicht zu Hause sind, die Heizkörper runter, ohne die Räume total auskühlen zu lassen. Das Wiederaufheizen kostet viel Energie. Türen zu weniger beheizten Räumen sollten geschlossen bleiben. So wird verhindert, dass warme, feuchte Luft in kühlere Räume eindringt und sich an kalten Wänden und Fenstern niederschlägt. Vermeiden Sie Möbel und dichte Gardinen direkt vor den Heizkörpern, sie wirken isolierend.

Die Zweckentfremdung der Heizungen als Wäschetrockner treibt Ihre Heizkosten schneller in die Höhe als Ihre Wäsche trocken ist, da sie bis zu 20 Prozent der Wärme schluckt.

Bei einem für die Raumheizung eines freistehenden Einfamilienwohnhauses angenommenen durchschnittlichen Heizölbedarf von 1800 Liter pro Jahr lassen sich bei einem Heizölpreis von 60 Cent/Liter durch eine Reduzierung der Raumtemperatur um 1 Grad Celsius rund 65 Euro einsparen. Dies sind etwa zehn Prozent der jährlichen Stromrechnung eines Drei-Personenhaushaltes (Jahresverbrauch 3.500 Kilowattstunden).

Zusatztipp: Testen Sie Ihre Fenster auf Dichtigkeit: Flackert eine Kerze am Fenster, dichten Sie Spalten und Fugen ab, bis die Kerze ruhig brennt. Schließen Sie abends besonders vor kalten Winternächten ihre Rollläden. Eine Elektroheizung oder ein Heizradiator ist dort sinnvoll, wo nur selten und wenig geheizt werden muss und wo die Investitions- und Wartungskosten minimal sein sollen.

Weiterführende Links