Mehr Energieeffizienz

Energiepreise: Merkel will finanzpolitische Eingriffe vermeiden

Merkel hat sich gegen finanzpolitische Eingriffe zur Abmilderung der hohen Ölpreise ausgesprochen. "Wir wissen alle, dass dieses Problem nicht mit einfachen Antworten und Einzelaktionen zu lösen ist", sagte sie. Auf den Anstieg der Ölpreise müsse mit mehr Energieeffizienz und dem Ausbau Erneuerbarer reagiert werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - "Verknappungen können nur damit bekämpft werden, dass wir versuchen, uns von dem Verbrauch solcher Ressourcen zu entkoppeln", betonte Merkel bei einer Regierungserklärung. Eingriffe, insbesondere solche finanzpolitischer Natur, die die notwendigen Anpassungen an die Marktbedingungen letztlich behindern, sollten vermieden werden. Einzelne Mitgliedstaaten sollten keine isolierten Maßnahmen vornehmen, da diese nur zu Ausweichaktionen führten.

Ausdrücklich begrüßte Merkel die Initiative Saudi-Arabiens, wo am Wochenende ein Öl-Sondergipfel stattfinden wird. "Es geht hier natürlich auch um die Fragestellung, reichen die Raffineriekapazitäten", erklärte sie. Nötig sei aber auch eine möglichst verlässliche Planung der Nachfrage der Schwellenländer, besonders Chinas und Indiens. Deshalb werde das auch ein Thema beim G8-Gipfel sein, bei dem Treffen mit den Schwellenländern, ergänzte Merkel.