Hohe Teuerungsrate

Energiepreise auch im Oktober gestiegen

Die Produzenten von Energie, Lebensmitteln und anderen gewerblichen Erzeugnissen haben ihre Preise im Oktober erneut angehoben. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Erzeugerpreise um 4,3 Prozent - sie sind traditionell ein guter Indikator für die Verbraucherpreise.

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Wiesbaden (dapd/red) - Dies sei die höchste Jahresteuerungsrate seit November 2008, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Im September hatte sie noch bei 3,9 Prozent gelegen. Binnen Monatsfrist stiegen die Erzeugerpreise im Oktober den Angaben zufolge um 0,4 Prozent, nach 0,3 Prozent im September.

Die Produzentenpreise geben tendenziell die Richtung für die Verbraucherpreise vor. In der Regel reicht der Handel niedrigere Einkaufskosten an seine Kunden weiter. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate hatten im Oktober der Statistik zufolge - wie schon im Vormonat - die Preissteigerungen für Energie mit einem Plus von 7,2 Prozent auf Jahres- und 0,7 Prozent auf Monatssicht. Ohne Energie sei der Index der Erzeugerpreise im Oktober zum Vorjahr um 3,1 Prozent gestiegen, auf Monatsfrist um 0,2 Prozent.

Nahrungsmittel waren den Angaben zufolge 3,1 Prozent teurer als im Oktober 2009, Mineralölerzeugnisse wie Heizöl, Kraftstoffe und Flüssiggas um 11,9 Prozent. Bei Vorleistungsgütern, die im Produktionsprozess verarbeitet werden, betrug der Anstieg auf Jahressicht demnach 6,0 Prozent.