Bundestagswahl

Energiepolitik ist jedem Dritten wichtig

Für 29 Prozent der Deutschen spielt das Thema Energie eine "sehr große" oder "große" Rolle bei der Stimmabgabe am 22. September. Weitere 39 Prozent geben an, dass Thema beeinflusse ihre Entscheidung zumindest teilweise. Dies geht aus einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Energieanbieters LichtBlick hervor.

Energiewende© jonasginter / Fotolia.com

Hamburg (red) - Die erfolgreiche Bewältigung der Energiewende trauen 24 Prozent der Bürgerinnen und Bürger am ehesten der Partei Bündnis 90/Die Grünen zu. 22 Prozent setzen auf die regierende CDU/CSU mit dem für die Energiewende zuständigen Bundesumweltminister Peter Altmaier. Deutlich schlechter schneidet die SPD mit elf Prozent ab. Auf die Partei Die Linke setzen fünf Prozent. Lediglich zwei Prozent verorten die größte energiepolitische Kompetenz bei der Regierungspartei FDP mit dem in Energiefragen federführenden Wirtschaftsminister Philipp Rösler.

Welche Energiethemen sind Bürgern wichtig?

Bei der LichtBlick-Umfrage wurde auch ermittelt, welche Energiethemen für die Bürgerinnen und Bürgern bei der Wahl bedeutsam sind. An erster Stelle halten 86 Prozent bezahlbare Energiepreise für "sehr wichtig" oder "wichtig". An Platz zwei folgt für 72 Prozent die Aufgabe, wetterbedingte Schwankungen bei der Produktion von erneuerbaren Energien durch den Einsatz von Speichern auszugleichen. Es folgt der Ausbau der Stromnetze, der für sieben von zehn Wählern besonders zentral ist. Themen wie Atomausstieg, Abschaltung klimaschädlicher Kohlekraftwerke, Klimaschutz und Ausbau der erneuerbaren Energien spielen ebenfalls für eine Mehrheit eine zentrale Rolle.

Die Energiewende und ihr Einfluss auf die Wahl

"Die Energiewende wird die Bundestagswahl 2013 erheblich beeinflussen. Unsere Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen in allen Aspekten der Energiepolitik Wert auf eine klare und glaubwürdige Positionierung legt. Die Wähler sehen hier große Unterschiede zwischen den Parteien", so Gero Lücking, Direktor Energiewirtschaft bei LichtBlick.