Strom-News
ÖkostromEnergiemetereologie heißt ein ganz neuer Geschäftszweig, der aus Wettervorhersagen ein lukratives Geschäft macht. Es liegt in der Natur erneuerbarer Energien wie Sonnen- und Windkraft, dass sie von Witterungsbedingungen abhängig sind. Deshalb ist es für die Produzenten ungeheuer wichtig, zu wissen, wo der Bau sich lohnt.
Aarhus/Hamburg (red) - Verlässliche Wetterprognosen werden immer wichtiger, je mehr Anlagen es gibt, die aus wetterabhängigen Quellen Energie beziehen. Wie die Zeit berichtet, hat beispielsweise der dänische Windanlagenhersteller Vestas einen riesigen und enorm leistungsfähigen Computer, in den Daten von Zehntausenden von Wetterstationen weltweit eingespeist werden.
(Foto / Abb.: DeVice / Fotolia.com)
Der Rechner könne anhand von Daten aus über einem Jahrzehnt berechnen, an welchem Standort sich ein Windpark lohnen würde. Auch Prognosen über die künftigen Windverhältnisse ließen sich erstellen, sodass beispielsweise Wartungsarbeiten in windarme Perioden gelegt werden könnten.
Vestas will laut Zeit ein großes Geschäft mit dem "Firestorm" genannten Rechner machen. Aber auch andere wittern hier eine Chance. Große Unternehmen wie Jörg Kachelmanns Meteomedia haben bereits eigene Unterabteilungen, die sich auf Wetterprognosen für Energieversorger und Netzbetreiber spezialisiert haben. Zudem gibt es private Unternehmen, die sich rein um Vorhersagen für die Energiebranche kümmern.
Dem Bericht zufolge sind Wetterprognosen auch für Direktvermarkter wichtig, die den Ökostrom an der Börse verkaufen. Sie müssen garantieren können, den versprochenen Strom auch am nächsten Tag liefern zu können - auch hier hilft die Energiemetereologie. Eine Treffsicherheit von 98 Prozent soll für den nächsten Tag möglich sein. Auch der Energiekonzern RWE ist von der wachsenden Bedeutung der Energiemetereologie überzeugt und investiert in ein Prognosemodell, das Daten von 36.000 Solaranlagen auswertet, um einschätzen zu können, wie viel Strom bei welcher Wetterlage erzeugt werden kann.
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