Stromfresser adé

Energielabel-Pflicht im Netz kommt

Ab 2015 muss das Energielabel bei vielen Haushaltsgeräten auch im Internet angezeigt werden. Damit kann die Energieeffizienz eines Gerätes schnell und übersichtlich ermittelt werden. Noch aussagekräftiger aber ist die Angabe des Verbrauch der Geräte über ein Jahr hinweg. Bei dieser Berechnung helfen mittlerweile Smartphone-Apps.

EU Energieeffizienz-Label

Berlin (red) - Egal ob Waschmaschine, TV-Gerät oder LED-Lampe: Immer mehr Verbraucher informieren sich im Internet über Preis, Testurteil und Marke von Elektronikgeräten und kaufen das Produkt in einem Online-Shop. Ab 1. Januar 2015 können sie auch den Energieverbrauch von Produkten im Netz deutlich schneller erkennen.

Stromfresser leichter entlarven

Zum Jahreswechsel müssen laut einer EU-Verordnung auch Online-Händler die wichtigsten Haushaltsgeräte und Lampen mit dem EU-Energielabel kennzeichnen. Bisher waren nur stationäre Händler von der Labelpflicht betroffen. Durch die Kennzeichnung mit den Effizienzklassen A+++ (beste) bis G (schlechteste) entlarvt das Label Energiefresser und erleichtert die Kaufentscheidung für ein stromsparendes Gerät nun auch im Internet.

Energielabel-Pflicht im Netz für viele Geräte

Diese Produkte müssen Online-Shops künftig mit dem Energielabel kennzeichnen: Kühlgeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Raumklimageräte, Fernsehgeräte, Staubsauger, elektrische Lampen und Leuchten. Ab Januar 2015 muss die Effizienzklasse des Gerätes auf der Webseite des Händlers direkt neben dem Verkaufspreis genannt und das Energielabel als digitales Bild angeboten werden. Auch muss das elektronische Produktdatenblatt zur Ansicht vorhanden sein. Die Kennzeichnungspflicht bezieht sich auch auf Marktplätze wie Amazon oder eBay, berichtet die co2online gemeinnützige GmbH.

Jährliche Kosten sagen mehr aus

Die Angaben zu Effizienzklasse und Energieverbrauch in Kilowattstunden auf dem Label geben allerdings nur indirekt Auskunft über die Energiekosten der Geräte. Eindeutiger sind die jährlichen Stromkosten und die Stromkosten für die gesamte Produktlebensdauer. Für die Berechnung gibt es mittlerweile auch Smartphone-Applikationen, wie beispielsweise die ecogator-App , die im Rahmen eines von der Europäischen Union unterstützten Projektes entwickelt wurde. In der Anschaffung sind besonders stromsparende Geräte meist teurer, doch auf die Lebensdauer der Geräte gerechnet sparen diese langfristig Stromkosten ein und sind insgesamt günstiger.