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Energiekosten sparen: Brennwert-Heiztechnik auch für ältere Häuser sinnvoll

Am 1. November ist die erste Übergangsfrist der neuen Immissionsschutzverordnung abgelaufen. Die Abgasverlustgrenzwerte haben sich somit weiter verschärft. Die Modernisierung alter Anlagen ist dringend geboten, die ASUE informiert.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) weist darauf hin, dass zum 1. November 2001 die erste Übergangsfrist der neuen Bundesimmissionsschutzverordnung abgelaufen ist. Damit verschärfen sich die Abgasverlustgrenzwerte für Heizungen, und viele alte Anlagen müssen außer Betrieb genommen werden. In den nächsten drei Jahren rechnet die ASUE mit mindestens 1,5 Millionen Heizungsanlagen, die in Deutschland aufgrund dieser Bestimmungen ausgetauscht werden müssen.

Bei der Erneuerung bietet sich der Einsatz von Heizungsanlagen mit Gas-Brennwerttechnik an. Brennwerttechnik bedeutet, dass zusätzlich zur Verbrennungsenergie auch die Wärme im Abgas genutzt wird. Heute arbeitet schon etwa jede dritte neue Gasheizung nach diesem Prinzip, und es könnten noch viel mehr sein, wie die ASUE betont. Denn nicht nur in Neubauten mit niedrigen Heizungstemperaturen kann die Brennwerttechnik sinnvoll eingesetzt werden, sondern auch im Altbau, also bei der Heizungssanierung. Durch den Ersatz einer alten Heizungsanlage durch eine moderne Brennwertanlage lassen sich bis zu 40 Prozent Heizenergie und Kosten sparen. Die Modernisierung der Heizungsanlage ist die wirtschaftlichste Möglichkeit, um Energiekosten in einem älteren Haus zu sparen. Um etwa in einem Reihenhaus jährlich einen Liter Heizöl einzusparen, muss der Besitzer einer Studie der Technischen Universität Dresden zufolge zwölf Mark in die Fenstererneuerung stecken. Bereits deutlich günstiger kommt das Energiesparen beim Aufbringen eines Dämmputzes auf die Fassade: Hier liegen die Aufwendungen bei 68 Pfennig pro eingespartem Liter. Tauscht man dagegen eine veraltete Heizungsanlage gegen einen modernen Wärmeerzeuger, am besten einen Gas-Brennwertkessel, dann beträgt nach Berechnungen der Dresdner Universität der finanzielle Aufwand nur noch sechs Pfennig oder weniger.