Fallende Gebühren

Energiekonzerne sollen Netzkosten offenbar noch einmal senken

Das Bundeswirtschaftsministerium will die Betreiber der Netze für Strom und Gas zu Kostensenkungen verpflichten. Das gehe aus dem Entwurf für eine neue Energieregulierung hervor, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" vorab.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

München (ddp/sm) - Deutschlands Strom- und Gasverbraucher können sich einem Medienbericht zufolge in den nächsten Jahren auf fallende Gebühren für den Strom- und Gastransport freuen. Das Bundeswirtschaftsministerium will die Betreiber der Netze dazu verpflichten, die Kosten noch einmal deutlich zu senken, wie die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Entwurf für eine neue Energieregulierung berichtet.

Demnach sollen die Kosten für die Energienetze zwischen 2009 und 2013 um 1,5 Prozent fallen. Diesen "Produktivitätsfaktor" solle die Bundesnetzagentur den Betreibern künftig abziehen, berichtet das Blatt weiter. Auch müssten sich die Strom- und Gasnetze künftig an den effizientesten Netzen messen lassen. Dadurch sollten letztendlich Verbraucher nur noch das zahlen, was auch der günstigste deutsche Netzbetreiber der jeweiligen Größenklasse von seinen Kunden verlangt.

Verbraucherschützer lobten den Entwurf in dem Blatt. "Da sind noch einmal deutliche Effizienzgewinne zu erwarten", sagte Holger Krawinkel, Energieexperte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen. In teuren Stromnetzen könnten die Preise um ein bis zwei Cent fallen. Die Verordnung, die sich nun in der Ressortabstimmung befindet, solle noch vor der Sommerpause verabschiedet werden, heißt es dem Bericht zufolge in einem Schreiben des Wirtschaftsministeriums an die Ressorts.