Zukunftspläne

Energiekonzern RWE will wohl Netzsparte verkaufen

Es wäre eine ziemliche Entspannung durch die von der Energiewende gebeutelte Konzernkasse: Der Energieriese RWE hat anscheinend vor, die Netzsparte Amprion zu verkaufen. Medienberichten zufolge will man nur noch eine Sperrminorität behalten. Der Verkauf soll einen Erlös von rund einer Milliarde Euro bringen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

München (AFP/red) - Der Energiekonzern RWE will einem Bericht zufolge in den kommenden Tagen die Mehrheit seiner Netzsparte Amprion verkaufen. Bis Ende Juni wolle das Unternehmen 75 Prozent der Amprion-Anteile abstoßen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise.

Der Verkauf soll eine Milliarde bringen

Der Stromanbieter selbst werde eine Sperrminorität von 25 Prozent behalten und sich um die technische Führung des Netzbetriebs kümmern. Amprion versorgt über ein 11.000 Kilometer langes Hochspannungsnetz mehr als 25 Millionen Kunden in West- und Süddeutschland mit Strom. Der Verkauf könnte dem Bericht zufolge fast eine Milliarde Euro in die Konzernkassen spülen. Abnehmer sollen acht Investoren aus der Finanzbranche sein, darunter auch die Allianz.Weitere Umbau-Aktionen bei RWE könnten laut dem Bericht bald folgen.

Stromanbieter RWE sucht Kontakt zu Gazprom

Die Konzern-Spitze prüfe "offenbar" weitere internationale Partnerschaften und suche dabei auch die Nähe zum russischen Rohstoffgiganten Gazprom. Wie ein RWE-Manager der Zeitung zufolge bestätigte, reist Vorstandschef Jürgen Großmann in Kürze zu Gesprächen mit Gazprom-Chef Alexej Miller nach Russland. Miller hatte erst in der vergangenen Woche Interesse an einer Expansion auf dem deutschen Markt angemeldet.

Quelle: AFP