Ausbau mal anders

Energiekonzern RWE jetzt auch im Bereich Internet tätig

Der Energieanbieter RWE hat sich mit dem TK-Unternehmen Inexio aus dem Saarland zusammengetan. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen den Breitbandausbau im Kreis Cochem-Zell möglichst schnell vorantreiben. Beide Partner sehen in der Zusammenarbeit einen Vorteil für den Ausbau des jeweils eigenen Netzes.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Dortmund (red) - Der Gas- und Stromanbieter RWE soll bei seinem Internetprojekt mit dem saarländischen Telekommunikationsanbieter Inexio zusammenarbeiten, meldete die Financial Times, nach deren Informationen RWE die Pläne auch schon bestätigt haben soll. Im Kreis Cochem-Zell will der Energiekonzern insgesamt 92 Städten und Gemeinden schnelles Internet über Glasfaserkabel bringen.

Schnelles Internet durch gemeinsamen Ausbau

Zusammen mit Inexio hat man dafür die Gemeinschaftsfirma BIG gegründet, diese soll bis 2014 über 15 Millionen Euro investieren, um das siedlungsarme Gebiet ans Netz zu bringen. Der Ausbau soll bereits in den nächsten Wochen starten. Neben der Firma Inexio arbeitet der Stromanbieter seit kurzem auch mit Vodafone zusammen. RWE ist dabei nicht das erste Unternehmen der Energiebranche, das in Kooperation mit einem Telekommunikationsanbieter tritt. Der Konzern E.on beispielsweise arbeitet eng mit der Telekom zusammen, hat deren Konzernchef Obermann sogar in den Aufsichtsrat berufen.

Kooperation bringt beiden Unternehmen Vorteile

Die beiden Branchen haben entdeckt, dass eine Zusammenarbeit für beide Parteien entsprechende Vorteile beim Ausbau der jeweiligen Netze bringt. So kann die Infrastruktur der Energieanbieter nützlich für den Breitbandausbau auf dem Land sein. Die Energiebranche hingegen profitiert von den intelligenten Netzen der Telekommunikationsfirmen, die die Einspeisung von Wind- und Solarenergie vereinfachen können. Bei der Zusammenarbeit von RWE und Inexio, hält das letztgenannte Unternehmen fast 43 Prozent der Anteile an der gemeinsamen Firma BIG, 21 Prozent fallen auf RWE und den Rest teilen sich die Kommunen.