Strom-News
Wettbewerb funktioniert nichtDie angekündigten Erhöhungen der Strompreise für Millionen Stromkunden sind nach Ansicht der Energieexpertin Claudia Kemfert nicht gerechtfertigt. Die geplanten Preissteigerungen von zehn Prozent und mehr seien "nicht nachvollziehbar", sagte die Expertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin der "Passauer Neuen Presse".
Passau (afp/red) - Einziger Preistreiber sei derzeit die Förderung erneuerbarer Energien, so Kemfert. Dieser Effekt rechtfertige allerdings nur Preiserhöhungen "von maximal bis zu fünf Prozent".
"Im Prinzip" müssten die sinkenden Großhandelspreise für Strom eher zu Preisnachlässen führen, sagte Kemfert dem Blatt, zumal Erhöhungen der Großhandelspreise in der Vergangenheit immer flugs an die Kunden weitergegeben worden seien. "Der Wettbewerb im Strommarkt funktioniert noch längst nicht", kritisierte die DIW-Expertin. Verbrauchern riet Kemfert zum Wechsel des Anbieters, wenn die Erhöhungen zu hoch ausfallen.
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Millionen Verbraucher müssen ab dem Jahreswechsel mehr Geld für ihren Strom zahlen. Mindestens 40 Grundversorger erhöhen zum 1. Januar ihre Preise um durchschnittlich fünf Prozent. Auch die Kunden der führenden Ökostrom-Anbieter müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) fordert die Einberufung eines Spitzengesprächs mit der Energiewirtschaft durch den Bund, um mehr Wettbewerb auf dem Strommarkt zu erreichen. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sieht dagegen keinen Handlungsbedarf.
Viele Energieversorger haben zum Jahreswechsel höhere Strompreise angekündigt. Doch es geht auch anders, denn einige Anbieter senken zum 1. Januar ihre Strompreise. Kunden müssen sich die Strompreiserhöhungen ihrer Anbieter also nicht gefallen lassen, sondern können sich nach den günstigen Alternativen umschauen.
Schon seit 2000 lesen Stromkunden zu dieser Jahreszeit die gleichen Meldungen: Die Strompreise steigen zum Jahreswechsel. Was man dagegen tun kann, um nicht allzu tief in die Tasche greifen zu müssen, ist ganz einfach: Verbraucherschützer raten zum Anbieterwechsel.
Mit EnBW, Vattenfall und EWE haben drei der fünf größten Stromkonzerne in Deutschland Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel angekündigt. Die Schuld schieben die Konzerne auf die erneuerbaren Energien sowie die gestiegenen Beschaffungskosten. Verbraucherschützer raten zum Strompreisvergleich.Strompreise vergleichen
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