Energieeinsparverordnung: Elektrowirtschaft befürchtet Verlust von Arbeitsplätzen

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"Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, wenn der Entwurf der Energieeinsparverordnung nicht geändert wird." Das befürchtet nicht nur der Geschäftsführer des "Fachverbands für Energie-Marketing und -Anwendung beim VDEW" (HEA) Jörg Zöllner. Befragungen bei Herstellern von elektronisch betriebenen Heiz- und Warmwassergeräten sowie beim installierenden Handwerk hätten ergeben, dass ein Wirtschaftspotenzial von mehr als zwei Milliarden DM gefährdet sei, so Zöllner weiter. "Der Entwurf bevorzugt die fossilen Energieträger Öl und Gas durch seine Vorgaben massiv und drängt die elektrische Energie im Wärmebereich praktisch ins wirtschaftliche Aus. Das ist für uns nicht akzeptabel."


Neben der Gefährdung des wirtschaftlichen Potenzials und dem Verlust von Arbeitsplätzen hält Zöllner den Entwurf der Energieeinsparverordnung auch unter Umwelt- und Klimaschutzgesichtspunkten für verfehlt. Die angestrebte Nachhaltigkeit werde durch die "Bevorzugung fossiler Energieträger" und der damit verbundenen Erhöhung des Kohlendioxidausstoßes konterkarikiert. Zöllner appelliert aus diesem Grund an die Bundesregierung, zum Entwurf von 1999 zurück zu kehren. In diesem sei die vom Nutzer beeinflussbare Endenergie und nicht die dem Einfluss des Verbrauchers entzogene Primärenergie die entscheidende Berechnungsgröße für den Energieverbrauch. "Wenn es der Bundesregierung ernst ist mit dem mündigen Verbraucher, dann überlässt sie diesem, sich für einen Energieträger zu entscheiden", so Zöllner abschließend.