Stromspartipps

Energieeffizient Fußball gucken

Das zweite Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft hat das Fußball-Fieber nochmals angeheizt. Wer die WM-Partien zu Hause genießt, möchte dabei auf Komfort für Auge und Gaumen nicht verzichten. Ein paar Tipps helfen, auch in Sachen Energieeffizienz zu punkten.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Herten (red) - Am besten lässt es sich vor dem Bildschirm mitfiebern, wenn ebendieser besonders groß ist. Je größer das Bild, desto höher ist bei einem Flachbildfernseher allerdings auch der Energieverbrauch. Wer sich trotzdem für den WM-Spaß im XL-Format entscheidet, sollte vorher die Effizienzwerte vergleichen. Gleiches gilt für den Stromverbrauch im Stand-By-Modus. Zwar dürfen Hersteller seit dem ersten Januar diesen Jahres keine Geräte mehr in den Handel liefern, die im Stand-By-Modus mehr als ein Watt Energie verbrauchen. Aber in den Lagern finden sich noch Restbestände. Deshalb sollte ein Blick beim Kauf auch dem Stand-By-Verbrauch gelten, so der Tipp der Stadtwerke Herten.

Noch komfortabler ist die WM-Partie daheim, wenn ein Beamer im Haus ist. Die Projektoren sind allerdings echte Stromfresser. Etwas effizienter laufen sie im Stromspar-Modus. Er verringert die Qualität geringfügig. Das fällt aber nur in relativ hellen Räumen auf. Sollte der Kontrast im Stromsparmodus zu gering sein, hilft es, die Bildschirmdiagonale etwas zu verringern. Erst, wenn das nicht ausreicht, sollte auf den Vollstrommodus umgeschaltet werden. Auch ein sauberer Lüftungsfilter senkt den Energieverbrauch. Und: Was in Sachen Stand-By für den Fernseher gilt, gilt auch für den Beamer. Der Stromverbrauch im Ruhemodus schwankt bei den Projektoren enorm. Auf Nummer sicher geht, wer den Beamer nach dem Abpfiff ganz vom Stromnetz trennt.

Energieeffizient Bier kühlen zur Fußball WM

Für viele Fußballfans gehört das frisch gezapfte Bier zum Spiel der Lieblingsmannschaft dazu - und zwar schön kühl, bitte. Zwar gibt es Fünf-Liter-Fässchen auch mit eingebautem Zapfhahn. Aber die werden schnell warm, und in der zweiten Halbzeit schmeckt das Bier schal. Zapfanlagen für zu Hause sind deshalb zu WM-Zeiten besonders beliebt. Auch hier lohnt sich der Blick auf den Stromverbrauch: In ihrem aktuellen Vergleich hat die Stiftung Warentest große Unterschiede im Energieverbrauch festgestellt. Sie empfiehlt per se, die Fässer im Kühlschrank vorzukühlen.

Wer sein privates "Public Viewing" bei schönem Wetter in den Garten verlegt, schmeißt dazu gerne auch den Grill an. Klar, wer mit Holzkohle grillt, merkt davon nichts auf der Energierechnung. Dafür ist bei herkömmlicher Holzkohle die Klimabilanz häufig sehr schlecht. In der Kohle-Herstellung wird viel schädliches CO2 frei gesetzt. Und auch die Verbrennung im Grill produziert Treibhausgas. Gasgrills - egal ob mit Gasflasche oder Anschluss an das Erdgas-Netz - schneiden da besser ab. Das Gas lässt sich punktgenau dosieren, die Temperatur ideal einstellen. Das ist übrigens auch ein Vorteil gegenüber Elektrogrills. Positiver Nebeneffekt: Die Nachbarn werden vom Qualm der Holzkohle verschont. Wer nicht auf Holzkohle verzichten und die Umwelt trotzdem schützen möchte, kauft am besten Kohle aus heimischen Laubwäldern. Sie ist in der Regel aus Abfallhölzern gemacht. Sicherheit bringt hier das Umweltsiegel der Organisation "Forest Stewardship Council" für nachhaltige Forstwirtschaft.

Gemeinsam mit Freunden die deutsche Elf anfeuern macht nicht nur mehr Spaß. Wenn im Bekanntenkreis nur ein Fernseher läuft, spart das natürlich auch Energie. Fans, die mit dem Fahrrad zur WM-Party fahren, tun darüber hinaus etwas für ihre Gesundheit und für die Umwelt. Den Autokorso sollte man sich deshalb fürs Finale aufheben.