Bilanz

Energiedienst: Erfolgreiche Jahresbilanz 2006

Die Laufenburger Energiedienst Holding AG hat im Geschäftsjahr 2006 ihr operatives Ergebnis (EBIT) mit 80,2 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern können. Der Nettostromumsatz der EnBW-Tochter stieg um elf Prozent auf 500,5 Millionen Euro.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Laufenburg (red) - Höhere Strombeschaffungspreise, tiefer als erwartete Eigenproduktion und der steigende Anteil an EEG-Strom konnten durch operativ verbesserte Leistungserstellung aufgefangen werden, so ein Unternehmenssprecher auf der Bilanzpressekonferenz. Das Unternehmensergebnis hat sich um 6,4 Prozent auf 61,6 Millionen Euro (Vorjahr: 57,9 Millionen Euro) verbessert. Obwohl die Energiedienst-Gruppe ihre Investitionen unter anderem im Zusammenhang mit dem Neubau des Kraftwerk Rheinfelden (16,4 Millionen Euro) erhöht hat, fällt der Free Cash Flow mit 49,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr mit 55,6 Millionen Euro nur leicht tiefer aus.

Der gesamte Stromabsatz der Energiedienst-Gruppe im Geschäftsjahr 2006 betrug 5.566 Millionen Kilowattstunden (kWh) und liegt leicht unter dem Vorjahreswert von 5.996 Millionen kWh. Der Stromabsatz im südbadischen Netzgebiet hingegen lag mit 4.220 Millionen kWh mit plus drei Prozent über dem Vorjahreswert (2005: 4.096 Millionen kWh). Die leicht erhöhten Absatzmengen im eigenen Netzgebiet waren vorwiegend konjunkturell und durch Neukunden im Geschäfts- und Industriekundensegment bedingt.

Der bundesweite Vertrieb (mehrheitlich von NaturEnergie) konnte im Jahr 2006 auf 252 Millionen kWh (Vorjahr: 124 Millionen kWh) um 103 Prozent gesteigert werden. Der NaturEnergie-Verkauf an Privat- und Gewerbekunden nahm dabei von 66 auf 59 Millionen kWh ab, gleichzeitig erhöhte sich jedoch der Absatz an Geschäftskunden von 48 auf 177 Millionen kWh.

Per 1. Januar 2007 ist die Energiedienst Netze GmbH zum alleinigen Netzbetreiber der Energiedienst-Gruppe geworden. Damit ist auch die vom Energiewirtschaftsgesetz verlangte rechtliche Entflechtung umgesetzt. Die durch das juristische Unbundling verursachten Verluste an internen Synergien müssen künftig durch den noch effizienteren Einsatz der vorhandenen Ressourcen und durch modernisierte Unternehmensprozesse kompensiert werden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2007 geht die Energiedienst-Gruppe von stabilen Absatzmengen und weiterhin geringen Kundenverlusten in seinem südbadischen Marktgebiet aus. Bei der Tochtergesellschaft NaturEnergie zeichnen sich bereits für 2007 weitere Absatzsteigerungen ab.

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