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Energiedienst: Biberrampen am Wasserkraftwerk Laufenburg

Im Laufe dieses Jahres befreiten Mitarbeiter des Wasserkraftwerks Laufenburg zwei rheinabwärts wandernde Biber vor dem Rechen am Turbineneinlauf. Gemeinsam mit Fachleuten hat die Energiedienst AG das Kraftwerksgelände nun mit Rampen für das wasserliebende Nagetier passierbar gemacht.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Rheinfelden (red) - Vor gut zwei Jahrzehnten kamen die Biber von der Aare zurück an den Hochrhein. Heute besiedeln wieder mehrere Biberfamilien den Flussabschnitt ober- und unterhalb des Kraftwerks Laufenburg von Stadenhausen bis Murg. Junge Biber verlassen im Alter von zwei bis drei Jahren ihre Mutter, um rheinabwärts ein eigenes Revier mit ausreichenden Gehölzvorkommen zu besetzen. Doch allzu oft behindern hart und hoch verbaute Ufermauern die Wanderung.

Die Energiedienst AG hat nun gemeinsam mit den Biberexperten Bettina Sättele, Fredi Schären und Urs Leugger-Eggimann geeignete Ausstiegshilfen entwickelt. Dank drei neuer Rampen können die Biber vor dem Rechen aus eigener Kraft ans Ufer steigen und das Kraftwerk auf dem Landweg passieren. Rheinabwärts erreichen sie unterhalb der Turbinenausläufe wieder das Wasser, um ihre Wanderung fortzusetzen.

Neben diesen jüngsten Aktivitäten sucht der Energieversorger zusammen mit den Biberexperten auch an den anderen Kraftwerken nach Lösungen für die Biberdurchgängigkeit. So ist diese am Wasserkraftwerk Rheinfelden bereits seit letztem Jahr gewährleistet: Eine Art "Katzenklappe" im Zaun am Feinrechen und einige Zaunöffnungen entlang der Kanalstraße werden von den Bibern inzwischen angenommen.

Am Wasserkraftwerk Wyhlen informieren der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Schweizer ProNatura-Initiative "Hallo Biber!" und Energiedienst mit gemeinsam gestalteten Schautafeln bereits heute über die im Naturschutzgebiet Altrhein-Wyhlen und an der Ergolzmündung lebenden Biber. Im kommenden Jahr sollen dort im Zuge der Erneuerung des Fischpasses auch die Belange des Bibers berücksichtigt werden.