Artenvielfalt

Energiedienst beendet Fischzählung am Hochrhein

Die Energiedienst GmbH, die am Hochrhein zwischen Waldshut und Basel drei eigene Wasserkraftwerke betreibt, hat in den letzten Jahren etwa 600 000 Euro in ökologische Maßnahmen investiert und bei einer großangelegten Fischzählung deren Erfolg bilanziert: Mehr als 8300 Fische und 27 Arten wurden verzeichnet.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Grenzach-Wyhlen (red) - Seit April 2005 zählte der baden-württembergische Energieversorger Energiedienst zusammen mit den örtlichen Fischervereinen täglich die Fische in den Aufstiegsanlagen der Kraftwerke Wyhlen, Rheinfelden und Laufenburg. Jetzt liegen die aktuellen Ergebnisse vor, die Energiedienst zeigte sich mit der Gesamtzahl von knapp 8300 aufgestiegenen Fischen und dem großen Spektrum von insgesamt 27 Arten sehr zufrieden.

Der Erfolg kommt indes nicht von ungefähr, denn die Energiedienst-Gruppe investierte in den letzten beiden Jahren knapp 600 000 Euro in die Fischaufstiege. Seit gut einem Jahr ist am Kraftwerk Wyhlen sogar ein Fischlift in Betrieb, der die Fische in einer wassergefüllten Wanne sechs Meter nach oben ins Oberwasser befördert, wo sie die Wanderung rheinaufwärts fortsetzen können. "Die Anzahl der Fische in unseren Anlagen hat sich gegenüber der Zählung von 1996 stabilisiert. Es gibt wieder mehr Rotaugen und insgesamt ein sehr gutes Artenspektrum. Die Zahlen zeigen, dass unsere neuen Fischaufstiege sehr gut angenommen werden und die Dimensionierung richtig ist", kommentierte Jochen Ulrich, bei Energiedienst zuständig für ökologische Maßnahmen.

Barben und Rotaugen, typische Arten der so genannten Barbenregion im Mittellauf von Flüssen, seien besonders zahlreich vorhanden. Weitere häufige Arten seien Brachsen, Blicken, Döbel/Alet und Lauben. Auch die heute seltene Nase, früher Leitfisch am Hochrhein, nutzt laut Energiedienst die Fischtreppen. Daneben fanden sich Aale, Forellen, Schneider und Barsche in den Zählreusen.