Zwischen Wyhlen und Rheinfelden

Energiedienst AG startet Renaturierung am Rhein

Die Energiedienst AG will mit verschiedenen Ausgleichsmaßnahmen die ökologische Situation am Hochrhein um Rheinfelden verbessern. Das soll zeigen, dass der Ausbau der Wasserkraft am Hochrhein Hand in Hand geht mit ökologischer Verbesserung. Dazu wurden jetzt drei Maßnahmenpakete beschlossen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Rheinfelden (red) - Mit dem Neubau des Stauwehrs und dem möglichen Neubau des Kraftwerkes in Rheinfelden will die Energiedienst AG nicht nur neue Maßstäbe im Ausbau erneuerbarer Energien, sondern auch hinsichtlich der Umweltverträglichkeit setzen. Daher soll durch verschiedene Ausgleichsmaßnahmen die ökologische Situation des Hochrheins um Rheinfelden verbessert werden.

Dies soll mit drei Maßnahmenpaketen geschehen: (1) Renaturierung von Uferabschnitten zwischen Wyhlen und Rheinfelden (erfolgt 2004), (2) Bau eines naturnahen Fischaufstieges am neuen Stauwehr in Rheinfelden (Fertigstellung 2005) und (3) Gestaltung eines naturnahen Umgehungsgewässers im Anschluss an den Bau des neuen Kraftwerkes Rheinfelden.

Die Renaturierung der Uferabschnitte soll noch in diesem Jahr erfolgen. Es werden Laichplätze für kieslaichende Fischarten geschaffen, Lebensräume für Kleinfische, Bruthöhlen und Ansitzwarten für Eisvögel, Lebensräume für Libellen und Schmetterlinge sowie Brutplätze für die Flussseeschwalbe. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass Uferverbauungen wie Mauern und Drahtschotterkörbe entfernt und durch Kiesschüttungen ersetzt werden.

Die Beseitigung des harten Uferverbaues und die Gestaltung von Flachufern am Schweizer Ufer im Bereich des Campingplatzes Kaiseraugst soll zudem den Erholungswert für die Bevölkerung erhöhen. Eine ökologische Begleitkommission betreut diese Ausgleichmaßnahmen, es engagieren sich schweizerische und deutsche Vertreter von Umweltschutzorganisationen und Fischereiverbänden ebenso wie Mitarbeiter der regionalen Fach- und Genehmigungsbehörden und der Energiedienst AG.