Stromverbrauch

Energiecheck ratsam: Bis zu 50 Prozent Ersparnis möglich

Bei einem Durchschnitts-Familienhaushalt mit zwei Erwachsenen und ein bis zwei Kindern könnten durch einen Verbrauchscheck bis zu 500 Euro eingespart werden, rechnen die Berater der Energieagentur (EA) Nordrhein-Westfalen vor. Zugrunde gelegt wird dabei ein Jahresverbrauch um die 5000 Kilowattstunden.

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Wuppertal (ddp-nrw/sm) - Wer seinen Stromverbrauch zu Hause konsequent auf den Prüfstand stellt, kann mehr Geld sparen als vielfach angenommen. Auf bis zu 50 Prozent oder eine dreistellige Eurosumme bezifferte Hellwig Falk, Energieberater bei der Energieagentur (EA) Nordrhein-Westfalen, die jährlich möglichen Einsparungen in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp in Wuppertal.

Bei einem Durchschnitts-Familienhaushalt mit zwei Erwachsenen und ein bis zwei Kindern könnten durch einen Verbrauchscheck bis zu 500 Euro eingespart werden, rechnete Falk vor. Zugrunde gelegt wird dabei ein Jahresverbrauch um die 5000 Kilowattstunden, der bei 18 Cent pro Kilowattstunde mit annähend 1000 Euro zu Buche schlägt.

Hauptstromverbraucher sind dem Experten zufolge Kühlschränke, Waschmaschinen und Geschirrspüler, wo vor allem ältere Modelle "richtig ins Geld" gingen. Hinzu komme der Standby-Betrieb von Fernseher, Hifi-Anlage und Computer, der pro Jahr je nach Gerätemenge bis zu 200 Euro kosten könne. Generell sei der Stromverbrauch von Computern nicht zu unterschätzen: "In manchen Haushalten mit starker Computernutzung können die Stromkosten für den Rechner höher sein als die der Flatrate", sagte Falk.

Die EA empfiehlt den Verbrauchern, bei der Anschaffung von Haushaltsgeräten auf das aktuelle europäische Energieeffizienzlabel "A++" zu achten, das gegenüber dem Ende der 1990er Jahre eingeführten "A" einen bis zu 50 Prozent niedrigeren Verbrauch attestiere. Außerdem sollten Elektrogeräte, die nicht gebraucht würden, trotz Standby-Taste immer ausgeschaltet werden.

Sinnvoll sei zum Kochen und zur Warmwasseraufbereitung auch ein Wechsel zu Gas, wenn hier bisher über Strom versorgt worden sei, ergänzte Falk. Vor allem elektrische Durchlauferhitzer seien wahre Geldschlucker. Die Kilowattstunde Gas koste derzeit lediglich 4,5 Cent gegenüber 18 Cent bei Strom.

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