Transparenzinitiative

Energiebranche will Stromrechnung verständlicher machen

Die Energiewirtschaft will künftig die Stromrechnungen verständlicher und übersichtlicher machen. Der BDEW und VKU in Abstimmung mit den Mitgliedsunternehmen einheitliche Standards für einen übersichtlichen und nachvollziehbaren Aufbau der Stromrechnungen entwickelt.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Dabei gehe es vor allem um "die Erläuterung der einzelnen Bestandteile", erklären BDEW-Hauptgeschäftsführer Wolf Pluge und VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. Dies sei "ein wesentlicher Baustein" für den Wettbewerb im Strommarkt.

Das Bundeswirtschaftsministerium habe den Vorschlägen der Branchenverbände, die im Dialog mit weiteren Organisationen wie dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und dem Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne) diskutiert wurden, bereits zugestimmt. Ab dem kommenden Jahr sollen die erarbeiteten inhaltlichen Standards zu den Stromrechnungen in die Praxis umgesetzt werden. "Dies ist ein Gewinn für alle Kunden, unabhängig von wem sie Strom beziehen", betonten Pluge und Reck.

Um auch die Transparenz im Stromgroßhandel weiter zu erhöhen, sollen zukünftig marktrelevante Daten wie beispielsweise Informationen zur Netzlast und Erzeugung zentral und einheitlich im Internet veröffentlicht werden. So werde die Preisbildung im Stromgroßhandel für alle Marktteilnehmer noch leichter nachvollziehbar und das Vertrauen in den Börsenplatz Deutschland deutlich gestärkt. "BDEW und VKU haben dazu gemeinsam einen tragfähigen Lösungsweg erarbeitet. Die Branchenverbände werden die Umsetzung dieses Transparenzbausteins für alle Marktpartner empfehlen", erläuterten die Verbände.