Bilanz

Energiebörse EEX will bereits 2005 Gewinnschwelle erreichen

Mit 2,99 Millionen Euro blieb der Jahresfehlbetrag 2004 deutlich unter den eingeplanten 3,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Leipzig mitteilte. Laut EEX-Vorstandschef Hans-Bernd Menzel verfolgt die Energiebörse nun das Ziel, bereits im laufenden Geschäftsjahr den Break-even zu erreichen.

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Leipzig (ddp-lsc/sm) - Bei der Energiebörse European Energy Exchange (EEX) sind die Verluste im Geschäftsjahr 2004 geringer ausgefallen als erwartet. Mit 2,99 Millionen Euro blieb der Jahresfehlbetrag deutlich unter den eingeplanten 3,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Leipzig mitteilte. Laut EEX-Vorstandschef Hans-Bernd Menzel verfolgt die Energiebörse nun das Ziel, bereits im laufenden Geschäftsjahr den Break-even zu erreichen. Ursprünglich hatte die EEX erst für 2006 die Gewinnschwelle angepeilt.

Im Jahresfehlbetrag enthalten sind den Angaben zufolge unter anderem 3,13 Millionen Euro Abschreibungen, die noch aus der Fusion resultierten. Die ursprünglich in Frankfurt am Main tätige EEX war 2002 mit der Leipzig Power Exchange fusioniert und in die sächsische Messestadt umgezogen. Der positive Cashflow der Gesellschaft sei davon nicht berührt.

Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) weist die Energiebörse 2004 ein negatives Ergebnis von 0,19 Millionen Euro aus. 2003 waren noch 1,41 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Dieses positive Ergebnis wäre ohne die Aufwendungen für Systemerweiterungen und neue Produkte in Höhe von 4,2 Millionen Euro noch weit übertroffen worden, betonte EEX-Finanzchefin Iris Weidinger. Wegen der hohen Verlustvorträge belaufe sich der Bilanzverlust nunmehr auf 25,82 Millionen Euro nach 22,83 Millionen Euro zum Jahresschluss 2003.

Mit knapp 16 Millionen Euro lagen die Gesamterlöse der Energiebörse um 4,7 Prozent höher als 2003. Damit habe der Wachstumskurs bereits das fünfte Jahr in Folge fortgesetzt werden können, bilanzierte Menzel. Er sprach von einem "soliden Fundament" und verwies zugleich auf den weiteren Ausbau bestehender Märkte und die Einführung neuer Produkte. So ist die Energiebörse bereits vor einem Monat in den Emissionsrechtehandel mit Kohlendioxid-Zertifikaten eingestiegen.

Die EEX, die ihre Belegschaft 2004 am Unternehmenssitz um 4 auf 31 Mitarbeiter aufstockte, betreibt einen Spot- und Terminmarkt für Energie und energienahe Produkte. Mit 123 Teilnehmern aus 16 Ländern - Ende 2003 waren es noch 113 Teilnehmer aus 14 Ländern - hat sie nach eigenen Angaben ihren Status als teilnehmer- und umsatzstärkste Energiebörse Kontinentaleuropas weiter gefestigt. Neben Strom und Stromfutures werden auch Optionen auf Strom gehandelt.