Unterstützung

Energieberatung wird ab März stärker gefördert

Die Energieberatung für Verbraucher wird ab 1. März stärker gefördert. Beispielsweise werden sich die Zuschüsse für einen energetischen Rund-um-Check verdoppelt. Erläuterungen in Wohnungseigentümerversammlungen werden künftig mit bis zu 500 Euro bezuschusst.

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Berlin (red) - Wer sein Haus modernisieren und langfristig Energiekosten senken möchte, wird vom Staat mehr denn je dabei unterstützt: Die Zuschüsse für eine Vor-Ort-Energieberatung werden ab März 2015 deutlich erhöht.

Modernisierung beginnt mit einer Energieberatung

Hausbesitzer können für die Vor-Ort-Energieberatung besonders unbürokratisch Fördermittel erhalten, so die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena). Denn der Energieberater übernimmt die Antragstellung. Er analysiert die baulichen Eigenschaften des Hauses und erstellt daraufhin individuelle Modernisierungsempfehlungen. Das reicht von Einzelmaßnahmen bis hin zu einer Komplettsanierung zum Effizienzhaus. Die Experten erläutern außerdem, welche Förderprogramme zur Verfügung stehen und wie sich diese kombinieren lassen. Ab März gibt es nämlich bei der Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts zwei Varianten, die gefördert werden können. Bei der einen Möglichkeit handelt es sich um eine Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus, bei der anderen Möglichkeit werden Einzelmaßnahmen nach einem Sanierungsfahrplan unterstützt.

Zuschüsse werden erhöht

Ab März 2015 erhöht sich der Zuschuss für den energetischen Rund-um-Check eines Hauses von 400 auf 800 Euro. Bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohnungen steigt die Förderung sogar auf bis zu 1.100 Euro. Es können maximal 60 Prozent der Beratungskosten gefördert werden. Wenn der Experte den Energieberatungsbericht in einer Wohneigentümerversammlung erklärt, wird dies noch einmal mit bis zu 500 Euro gefördert.

Experten für Energieeffizienz

Voraussetzung für eine Förderung ist die Beratung durch einen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) anerkannten Fachmann. In der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes sind zugelassene Berater leicht zu finden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), das BAFA und die KfW Bankengruppe hatten im Jahr 2011 beschlossen, qualifizierte Energieeffizienz-Experten in einer bundeseinheitlichen Datenbank zu führen. Ziel ist, die Qualität von geförderten Energieberatungen und energieeffizienten Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen sicherzustellen und qualifizierte Experten für Verbraucher leichter auffindbar zu machen. Die dena betreut die Expertenliste seitdem.