Umfrage

Energieausweis: Hohe Bekanntheit, doch hoher Informationsbedarf

Der Energieausweis für Wohngebäude genießt bereits wenige Monate nach seiner Einführung eine relativ hohe Bekanntheit bei Mietern in Deutschland. Dies geht aus einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) hervor. Jedoch besteht bei den meisten Mietern noch weiterer Informationsbedarf.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) – Die Umfrage zum Thema Energieausweis hat gezeigt, dass insgesamt etwa zwei Drittel der Befragten von dem Energieausweis gehört oder gelesen haben. Aber nur 14 Prozent der Bevölkerung fühlen sich ausreichend mit Aufbau und Funktion des Energieausweises vertraut.

Weiter zeigt die Umfrage, dass der energetische Zustand eines Gebäudes für Mieter ein wichtiges Kriterium bei der Wohnungswahl ist. So sollen über 90 Prozent angeben haben, das Informationen über die Dämmung der Wände, Dichtigkeit der Fenster sowie Art der Heizung als wichtig für ihre Mietentscheidung sind.

Vergleichsstudie zum Energieausweis

Auch eine Vergleichsstudie im Auftrag von ImmobilienScout24 zeigt ebenfalls, dass die Mehrheit der Deutschen immer noch hohen Aufklärungsbedarf bei dem Thema hat. So bestehe zwar ein großes Interesse am Thema Energieausweis, jedoch die Wenigsten über ausreichende Kenntnisse verfügen. Mehr als die Hälfte der Deutschen (54,9 Prozent) wohnt nach eigenen Angaben in einer Immobilie ohne Energieausweis.

Energieausweispflicht

Die Energieausweispflicht gilt seit dem 1. Juli für Wohngebäude bis einschließlich Baujahr 1965 und ab dem 1. Januar 2009 für alle später errichteten Wohngebäude. Wird eine Wohnung oder ein Haus neu vermietet, verkauft oder verpachtet, muss der Eigentümer dem potenziellen Interessenten einen Energieausweis vorlegen, zum Beispiel im Rahmen einer Haus- oder Wohnungsbesichtigung. Kommen Hausbesitzer dieser Pflicht nicht nach, drohen Bußgelder von bis zu 15.000 Euro.

Weiterführende Links