Überblick

Energieausweis für neues UBA-Gebäude

Wie viel Energie benötigt das neue Dienstgebäudes des Umweltbundesamtes (UBA) in Dessau? Diese Informationen sind jetzt für jeden öffentlich einsehbar, denn das UBA hat dafür einen Energiepass erstellen lassen, der den Energiebedarf für den Dienstsitz des UBA ausweist.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Dessau (red) - "Ich spreche mich eindeutig für den Energiebedarfsausweis aus. Nur dieser beschreibt objektiv und vergleichbar die Energieverbrauchseigenschaften eines Gebäudes", kommentierte der Vizepräsident des UBA, Dr. Thomas Holzmann. Einen am individuellen Verbrauch orientierten Ausweis hält Holzmann nicht für sachgerecht.

Der Bedarf des seit einem Jahr genutzten UBA-Gebäudes an Strom und Wärme liegt mit etwa 73 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr knapp 48 Prozent unter dem Wert vergleichbarer Neubauten. Gegenüber modernisierten Altbauten spart das UBA sogar 63 Prozent Energie ein. Zu diesem guten Ergebnis tragen unter anderem die sehr gute Wärmedämmung der Gebäudehülle, ein Erdkanal, der die Raumluft im Winter vorwärmt und im Sommer kühlt, sowie die Nutzung erneuerbarer und damit klimafreundlicher Energien bei.

Das UBA beteiligte sich an einem Feldversuch der Deutschen Energie-Agentur (dena) mit 50 Nichtwohngebäuden zur Einführung des Energieausweises. Noch ist allerdings nicht klar, wie der Energieausweis letztlich aussehen wird. Das UBA spricht sich für den Bedarfsausweis aus, weil dieser die Energieverbrauchseigenschaften des Gebäudes selbst - unabhängig vom Nutzerverhalten - ausdrücke.