Einkommens- und Verbrauchsstichprobe

Energieausgaben belasten Budget privater BW-Haushalte

Privathaushalte in Baden-Württemberg mussten 2003 fast ein Viertel mehr für Elektrizität, Heizung und Warmwasser ausgeben als fünf Jahre zuvor. Auch der Unterhalt des Autos verteuerte sich, besonders im Bereich Kraftstoffe und Schmiermittel. Hier mussten knapp 40 Prozent mehr ausgegeben werden.

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Stuttgart (red) - Private Haushalte in Baden-Württemberg gaben im ersten Halbjahr 2003 durchschnittlich 2295 Euro für ihren monatlichen Konsum aus. Dies stellte das Statistische Landesamt im Rahmen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2003 fest. Gegenüber der letzten EVS im Jahr 1998 bedeutet dies eine Zunahme der absoluten Konsumausgaben von fünf Prozent.

Den größten Posten im monatlichen Haushaltsbudget nahmen mit 742 Euro alle Ausgaben rund ums Wohnen ein. Knapp drei Viertel davon (547 Euro) flossen in die Miete und 17 Prozent (127 Euro) wurden für die Energiekosten aufgewendet. Im Jahr 2003 mussten die Einwohner ein Viertel mehr für Elektrizität, Heizung und Warmwasser ausgeben als noch 1998.

Gegenüber 1998 gaben die privaten Haushalte in Baden-Württemberg monatlich im ersten Halbjahr 2003 mit 339 Euro knapp vier Prozent mehr für die Teilnahme am Straßenverkehr aus, über ein Drittel davon für den Kauf eines neuen Autos. Wartung und Ersatzteile inklusive Zubehör schlugen sich mit einem Plus von 16 Prozent im privaten Verkehrsbudget nieder und liegen nun bei 41 beziehungsweise 16 Euro. Enorm verteuert hat sich der Unterhalt der Fahrzeuge, so mussten monatlich 89 Euro und somit knapp 40 Prozent mehr für Kraftstoffe und Schmiermittel ausgeben werden als noch im Jahr 1998.