Gezielte Förderung

Energieagentur sieht Regierung wegen hoher Ölpreise im Zugzwang

Da der Ölpreis langfristig wohl zwischen 30 und 40 Dollar pro Fass liegen werde, müsse die Politik alternative Energien, neue Technik und sparsame Verwendung gezielt fördern, sagte Geschäftsführer Stephan Kohler dem Wirtschaftsmagazin "Focus-Money". Allein im Heizungsbereich gebe es viel Einsparpotenzial.

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München (ddp/sm) - Der hohe Ölpreis wird die Bundesregierung nach Ansicht der Deutschen Energie-Agentur (dena) zum Handel zwingen. Da der Ölpreis langfristig wohl zwischen 30 und 40 Dollar pro Fass liegen werde, müsse die Politik alternative Energien, neue Technik und sparsame Verwendung gezielt fördern, sagte Geschäftsführer Stephan Kohler dem Wirtschaftsmagazin "Focus-Money".

Allein im Heizungsbereich gebe es viel Einsparpotenzial. Hier könnten durch modernere Gebäude- und Heiztechnik noch bis zu 40 Prozent Energie weniger verbraucht werden. Dazu müssten etwa fünf Millionen Heizkessel durch effizientere Anlagen ersetzt werden. Autos müssten noch weniger Treibstoff verbrauchen und vorwiegend neue Treibstoffe wie Erdgas, Biodiesel oder in Zukunft auch Wasserstoff verwenden.

Kohler sieht in der kurzfristigen Absenkung der Mineralöl- und Ökosteuer als Antwort auf die hohen Kraftstoffpreise keine sinnvolle Alternative. "Wir brauchen Preisanreize, damit die Menschen Energie sparen", sagte der dena-Chef.