Bei Vorwerk

Energieagentur NRW präsentierte Energiemanagement in Theorie und Praxis

Die ökonomische Verwendung von Energie könnte in den meisten Betrieben als Rationalisierungs- und Kostenfaktor ausgebaut werden. Darauf wies die Energieagentur NRW in einer Veranstaltung bei den Vorwerk Elektrowerken hin, die "in vorbildlicher Weise" ihren Betrieb energietechnisch rationalisiert haben.

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Wuppertal (red) - Nichts wirkt so gut wie ein funktionierendes Beispiel: Der Ausschuss für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie des nordrhein-westfälischen Landtags folgte in dieser Woche einer Einladung der Energieagentur NRW nach Wuppertal. Die Sitzung fand bei den Vorwerk Elektrowerken GmbH & Co. KG in Wuppertal-Laaken statt - einem Unternehmen, "dass in vorbildlicher Weise nahezu alles in Sachen betrieblicher Energierationalisierung umgesetzt hat, was ökonomisch sinnvoll ist", erläuterte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW vor dem Ausschuss. Die Energieagentur NRW propagiere seit Jahren die Energieeffizienz in Betrieben: "Hier kann man sehen, welche wirtschaftlichen Vorteile ein energieoptimiertes Unternehmen hat."

"Die Vorwerk Elektrowerke GmbH & Co. KG zeigen in hervorragender Weise, in welchen Bereichen Energie effektiv eingespart werden kann. Die ökonomische Verwendung von Energie könnte in vielen anderen Betrieben noch als Rationalisierungs- und Kostensenkungsfaktor ausgebaut werden", erklärte Energieminister Dr. Axel Horstmann. "Jede nicht benötigte Kilowattstunde schützt zudem das Klima."

Es gelte, frühzeitig den Faktor Energie auf allen Ebenen in die Planungen aufzunehmen, so Hüttenhölscher. Energieeffizientere Maschinen, Produktionen, Betriebe, aber auch energiebewusst geplante Gebäude und energiebewusst agierende Nutzer sollten in Betracht gezogen werden. Die Einsparpotentiale sind noch beachtlich: Allein bei der industriellen Druckluft-Nutzung belaufen sich deutschlandweit die Potentiale auf knapp fünf Milliarden Kilowattstunden pro Jahr - das entspricht dem Energieverbrauch Kölns. Bei Prozesswärme liegen die Einsparpotentiale laut Energieagentur NRW bei 265 Terawattstunden, bei Elektromotoren bei 132 Terawattstunden, bei Pumpen und Ventilatoren bei 50 Terawattstunden. "Individuell ausgestaltete Stromlieferverträge führen ebenso zu einer Kostenoptimierung wie ein Industriecontracting, bei dem neue Anlagen beispielsweise über eingesparte Energiekosten finanziert werden," so Hüttenhölscher.

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