Kunjunktureller Schwung

Energieagentur erwartet weiter steigende Ölnachfrage

Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet eine gesteigerte internationale Ölnachfrage im laufenden Jahr, weil die bisher hohen Ölpreise den konjunkturellen Schwung besonders in den USA und China nicht abgebremst hätten und daher weitere Zukäufe zu erwarten seien.

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Paris/Wien (ddp/sm) - Die internationale Ölnachfrage wird im laufenden Jahr nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) stärker zunehmen als bisher erwartet. Die IEA begründet dies am Freitag mit dem Hinweis darauf, dass die bisher hohen Ölpreise den konjunkturellen Schwung besonders in den USA und China nicht abgebremst hätten und daher weitere Zukäufe zu erwarten seien.

Ihre Prognose für den weltweiten Nachfrageanstieg im laufenden Jahr hob die Energieagentur um 330 000 Barrel pro Tag auf 1,81 Millionen Barrel an. Die Nachfrage insgesamt für das laufende Jahr erhöhte sie auf 84,3 Millionen Barrel pro Tag.

Die Nachfrage nach Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wird nach Einschätzung der IEA im zweiten Quartal bei 27,4 Millionen Barrel pro Tag liegen und damit um 400 000 Barrel pro Tag höher als bisher erwartet. Die IEA äußert daher auch die Ansicht, dass bei dem OPEC-Treffen am 16. März im persischen Isfahan eine Bestätigung der gegenwärtigen Tages-Förderobergrenze von 27 Millionen Barrel beschlossen werden dürfte.

Der Korbpreis für die sieben Rohölsorten der OPEC-Länder gab am Donnerstag um 0,47 US-Dollar auf 49,40 US-Dollar pro Barrel nach, wie die OPEC-Nachrichtenagentur Opecna am Freitag mitteilte. Am Mittwoch hatte der Korbpreis mit 49,87 US-Dollar pro Barrel ein neues Rekordhoch markiert.