Überlastete Netze

Energieagentur befürchtet vermehrt Stromausfälle in Deutschland

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) befürchtet eine steigende Gefahr von Stromausfällen in Deutschland. Grund sei der politisch forcierte Umbau bei der Stromversorgung an verbrauchsfernen Standorten, sagte dena-Chef Stephan Kohler dem Wirtschaftsmagazin "Capital".

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp.djn/sm) - Durch den Ausbau der Windenergie auf hoher See sowie den Bau von Kohlekraftwerken an der Küste erfolge die Stromerzeugung immer stärker an verbrauchsfernen Standorten. Das mache den Transport über große Entfernungen erforderlich, was das Stromnetz überlasten werde und zum Kollaps führen könne.

Kohler fordert dem Magazin zufolge, dass in Zukunft auch die konzernungebundenen, neuen Stromerzeuger an den Kosten für die Netzwartung und den Netzausbau beteiligt werden.

Die dena bezeichnet sich als Kompetenzzentrum für Energieeffizienz und regenerative Energien. Träger sind die Bundesrepublik zu 50 Prozent, die KfW (24 Prozent) sowie die Allianz, die Deutsche Bank und die DZ BANK mit jeweils 8 Prozent.