Energie Südwest AG gegründet

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Seit dieser Woche gibt es in Deutschland einen neuen Energieversorger: die Energie Südwest AG mit Sitz in Landau. Die neue Gesellschaft wurde von der Stadt Landau und dem Berliner Energieversorger BEWAG AG gegründet. Ziel des Unternehmens ist es, im Südwesten Deutschlands mit einer großen Zahl an Sondervertragskunden und kleineren Stadtwerken erfolgreichster Anbieter von Energie und Wasser zu werden. Die Stadtwerke Landau haben ihre Geschäftsbereiche Gas, Wasser und Strom ausgegliedert und in die neue Aktiengesellschaft eingebracht. Die BEWAG finanzierte eine Kapitalerhöhung, über deren Ausmaß keine Zahlen vorliegen. Die BEWAG hält an der neuen Energie Südwest 51 Prozent, 49 Prozent liegen bei der Landauer Finanzholding GmbH. Diese Mehrheit schlägt sich auch im Aufsichtsrat nieder: Die Stadt stellt vier, die BEWAG fünf Kontrolleure. Die Gründungsverträge unterzeichneten Landaus Bürgermeister Dr. Christof Wolff und Prof. Dr. Dietmar Winje, Vorstandsvorsitzender der BEWAG.


Wolfgang Albrecht, bisheriger Chef der Stadtwerke Landau und nunmehr Vorstand der neuen AG, kündigte an, dass man Beteiligungen an anderen Energieversorgungsunternehmen erwerben wolle. Dafür stünden kurzfristig "erhebliche Finanzmittel für Betiligungsakquisitionen im Bereich der Energieversorgung" bereit. Auslöser für höhere Umsätze soll eine "attraktive Preisgestaltung" sein: Ab dem kommenden Jahr dürfen sich Stromkunden auf niedrigere Preise freuen.


Das Unternehmen will sich jedoch nicht nur auf das Kerngeschäft - also der Belieferung mit Strom - konzentrieren, sondern auch Dienstleistungen anbieten. Aus diesem Grund wurden drei Tochtergesellschaften gegründet: Die "MAB Consulting Landau GmbH" will Kunden in Fragen der Energie- und Versorgungswirtschaft beraten, die "LanCom Datenmanagement GmbH" bietet Lösungen in Kommunikations-, Informations- und Netzwerktechnik an und die "LanTec Gebäudetechnik Managament GmbH" versteht sich als unter anderem als Partner in Sachen Energietechnik für Gebäude. Die Tochterunternehmen, so Albrecht, könnten einerseits über das Know-how eines etablierten Energieversorgers verfügen, zum anderen könnten sie als Spezialist ihrer jeweiligen Branche flexibel, ganzheitlich und individuell Nähe zu den Kunden herstellen.