Stromsparend kühlen

Energie sparen: Klimaanlage, aber bitte effizient!

Bei strahlendem Sonnenschein lässt es sich im Freien gut aushalten, anders in den eigenen vier Wänden: Besonders Dachwohnungen heizen sich im Sommer extrem auf. Wer jedoch über den Kauf einer Klimaanlage nachdenkt, sollte allerdings einige Punkte beachten, raten die Hertener Stadtwerke.

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Herten (red) - Gerade im privaten Bereich ist es oft lohnenswert, über Alternativen zur Klimaanlage nachzudenken, so die Stadtwerke. Eine Möglichkeit sind zum Beispiel Deckenventilatoren. Sie verbrauchen weniger Strom. Auch Standventilatoren können schon für eine Abkühlung sorgen.

Klimaanlagen sind hingegen echte Stromfresser. Ein durchschnittliches Gerät verbraucht im Monat ungefähr so viel Energie wie eine Kühl-/Gefrierkombination im ganzen Jahr. Deshalb sollte - sofern man sich doch für die Anschaffung entscheidet - schon beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Klimaanlage möglichst effizient kühlt. Hilfreich kann hier das EU-Label sein: Es gibt an, wie viel Energie die Klimaanlage verbraucht und wie viel Kälteleistung sie damit erreicht. Geräte der Klasse A sind besonders sparsam. Aber auch innerhalb der Effizienzklasse gibt es noch Unterschiede. Genau hinsehen lohnt sich also.

Monogeräte sind uneffizienz

Das EU-Label macht auch Angaben zur Lärmentwicklung der Klimaanlage. Monogeräte, die die Luft durch einen Schlauch nach draußen leiten, sind besonders laut. Weil der Schlauch durchs Fenster oder ein Loch in der Wand ins Freie gehängt wird, strömt zusätzlich häufig direkt warme Luft nach. Das macht die Monogeräte uneffizient. Besser sind die so genannten Split-Geräte: Bei ihnen ist ein Teil der Klimaanlage außen angebraucht. So bleibt der Lärm draußen. Erhältlich sind Mono-Splitgeräte für einen Raum und Multi-Splitgeräte, die mehrere Zimmer mit kühler Luft versorgen können.

Üblicherweise funktionieren Klimaanlagen über einen Thermostat. Wenn im Raum die gewünschte Temperatur erreicht ist, schalten sie sich zunächst ab. Steigt die Temperatur, springen sie dann wieder an. Inzwischen gibt es auch Anlagen mit Inverterfunktion. Sie regeln die Raumtemperatur stufenlos und sind besonders effizient. Allerdings sind sie auch teurer als herkömmliche Geräte.

Kühlen mit Wärmepumpe oder Fußbodenheizung

Wer eine Wärmepumpen-Heizung hat, kann ganz auf Klimaanlagen verzichten. Wärmepumpen funktionieren in beide Richtungen: Sie wärmen im Winter und kühlen im Sommer. Ähnliches gilt für Fußbodenheizungen: Während im Winter das Wasser, das durch die Rohre fließt, erwärmt wird, sorgt im Sommer kaltes Wasser für angenehme Temperaturen.

Wer sich für eine Klimaanlage entscheidet, muss ab 1. Juli eine Fachfirma beauftragen, so die Stadtwerke Herten weiter. Eine neue EU-Richtline untersagt Laien den Einbau und die Reparatur der Geräte. Das gilt auch für die Wartung: Alle zwei bis drei Jahre sollte die Klimaanlage von zertifizierten Fachleuten überprüft werden. Darüber hinaus muss der Luftfilter regelmäßig gereinigt und gewechselt werden: Ein verstopfter Filter senkt die Effizienz.

Wärme draußen lassen

Ob Klimaanlage oder nicht: Kleine Maßnahmen helfen im Sommer, die Hitze draußen zu halten. So sollten die Fenster tagsüber geschlossen bleiben und wenn vorhanden auch die Jalousien geschlossen werden. Weiße Jalousien kühlen besser als dunkle, denn sie reflektieren das Licht, statt es aufzunehmen.