Geschäftsbereicht 2002

Energie SaarLorLux zieht positive Jahresbilanz

Der Saarbrücker Energiedienstleister Energie SaarLorLux hat eine positive Bilanz vom vergangenen Geschäftsjahr gezogen. Trotz eines schwierigen Geschäftsumfelds hätten deutliche Akquisitionserfolge erzielt werden können. Vorstandschef Frank Weinmann begrüßte gleichzeitig die Einrichtung einer Regulierungsbehörde.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Bilanz des Saarbrücker Energiedienstleisters Energie SaarLorLux für das Geschäftsjahr 2002 fällt positiv aus. Frank Weinmann, Vorstandsvorsitzender der Energie SaarLorLux, in seinem Fazit: "In einem schwierigen Wettbewerbsumfeld hat sich Energie SaarLorLux erneut behauptet und kann deutliche Akquisitionserfolge verzeichnen."

Das Unternehmen belieferte 2002 etwa 186 000 Kunden im Saarland mit Strom, Gas und Fernwärme. Der Umsatz aus den Strom-, Gas- und Fernwärmelieferungen sowie den Energiedienstleistungen steigerte sich im vergangen Geschäftsjahr auf knapp 183 Millionen Euro. Damit konnten die Erlöse um etwa sieben Millionen Euro gegenüber 2001 gesteigert werden. Für das Jahr 2002 kann die Energie SaarLorLux somit eine Bilanzsumme von etwa 111 Millionen Euro ausweisen, sechs Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Absatzmenge für Strom lag 2002 bei 1260 Gigawattstunden gegenüber 1190 Gigawattstunden im Jahr 2001.

Die Rahmenbedingungen im vergangenen Geschäftsjahr bezeichnete Weinmann allerdings als "nachteilig". Die steigenden Kosten in Form von Ökosteuer sowie EEG-, KWK- und Konzessions-Abgaben würden mittlerweile bis zu 40 Prozent des Strompreises für Privatkunden ausmachen. "Die Kunden bringen die höheren Preise erst einmal mit dem Energieunternehmen vor Ort in Verbindung. Dabei profitiert ein Unternehmen wie Energie SaarLorLux in keinster Weise von diesen Erhöhungen. Im Gegenteil: Die Marge des Unternehmens steht deutlich unter Druck", fasst Frank Weinmann zusammen und fügt hinzu: "Neben den Steuern und Abgaben leiden die Energiepreise in Deutschland vor allem an den unverhältnismäßig hohen Transportkosten für Stromnetze." Aus diesem Grund begrüßt er im Einklang mit der Regierung des Saarlandes, die überfällige Entscheidung der Berliner Regierungsparteien, im kommenden Jahr eine Regulierungsbehörde für die Energienetze einzusetzen.