Zwist

Energie AG: Doch keine Einigung zwischen Iserlohn und Menden

Die Ruhe währte nicht lange: Die Stadtwerke Iserlohn und Menden haben den Anfang Februar gefundenen Kompromiss zum Fortbestand der gemeinsamen Energie AG Iserlohn/Menden wieder über den Haufen geschmissen. Jetzt ist die Zukunft des Unternehmens erneut ungewiss.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Iserlohn (red) - Einem Bericht des Iserlohner Kreisanzeigers zufolge ist der Streit im Aufsichtsrat der Energie AG Iserlohn/Menden über die Fortführung des gemeinsamen Unternehmens der beiden Nordkreis-Stadtwerke wieder ausgebrochen. Der Vertrag über den erst vor wenigen Wochen errungenen Kompromiss wurde nicht wie geplant unterzeichnet.

Anfang Februar hatten sich die (ehemaligen) Partner darauf geeinigt, auf dem Weg zu einer gemeinsamen Netz- und Vertriebsgesellschaft für die Dauer von zwei Jahre die Stromnetze der Energie AG an die beiden Stadtwerke zu verpachten, die Unterhaltung dieser Anlagen aber weiterhin der Energie AG zu überlassen. Das soll den Mendenern nach Informationen des Kreisanzeigers nicht mehr gepasst haben, sie forderten stattdessen, den beiden Stadtwerken auch das Personal des Gemeinschaftsunternehmens zu überlassen. Für die Iserlohner offensichtlich eine unakzeptable Vorstellung.

Obwohl die Abstimmung im Aufsichtsrat mit zwölf zu acht Stimmen für das Iserlohner Modell ausging, wollen sich die Stadtwerke Menden wohl nicht daran halten, berichtet die Zeitung weiter. Wie es jetzt mit der Energie AG, in den Anfängen des liberalisierten Strommarktes ein bundesweiter Stromanbieter, weitergeht ist noch unklar. Vermutlich werden die Iserlohner versuchen, die Mendener Energie-AG Anteile zu übernehmen.