"Mehr Gerechtigkeit"

Energie-Abnehmerverband fordert Entlastungen für Industrie

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) hat sich dafür ausgesprochen, die Ökosteuer für Unternehmen herabzusetzen und das EEG zugleich ersatzlos zu streichen. Das EEG habe die gleiche politische Zielsetzung wie der Emissionshandel, stehe aber "völlig unkoordiniert daneben".

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) fordert eigenen Angaben zufolge "mehr Gerechtigkeit" bei der Energiebesteuerung und -subventionierung von Unternehmen. "Die Ökosteuer darf auf keinen Fall weiter steigen. Im Gegenteil: Wer am Emissionshandel teilnimmt, muss erheblich entlastet werden", so Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. Das würden "selbst die Grünen" in einem Konzept für die Ökosteuer bestätigen.

"Mit dem Start des CO2-Emissionshandels ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz überhaupt hinfällig geworden. Es muss ersatzlos gestrichen werden", so Panitz. Das Gesetz habe die gleiche klimapolitische Zielsetzung wie der Emissionshandel, stehe aber völlig unkoordiniert daneben. "Auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hat sich für die Abschaffung ausgesprochen. Wir unterstützen ihn dabei in vollem Umfang", schloss Panitz.